Erdgas: Risiken fürs Klima | Polarstern
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Erdgas: Risiken für Klima & Gesundheit

Oder: Keine Explosion ist auch keine Lösung

Seitdem riesige Mengen Erdgas aus der leckgeschlagenen Förderplattform Elgin in die Nordsee entweichen, werden die Risiken der Erdgasförderung für unser Klima diskutiert. Da Erdgas bisher als sauberer Energieträger gilt, da meist nur sein Verbrauch und nicht seine Produktion betrachtet werden, ist diese Diskussion längst überfällig – doch hebt sie bisher vor allem in den deutschen Medien in die falsche Richtung ab. Weniger der Umwelt- als der Klimaschaden ist gerade das Problem in Elgin!

Erdgas Klima Schäden

Eine Katastrophe für unser Klima

Denn als möglicher Umweltschaden wird hauptsächlich das Risiko hervorgehoben, dass sich das Erdgas entzündet und die Plattform in die Luft fliegt. Dadurch würde tonnenweise Erdöl, das ebenfalls in Elgin gefördert wird, in die Nordsee fließen. Es gäbe Bilder von lila schimmernden Ölteppichen, Interviews mit um ihre Existenz bangenden Fischern oder mit Freiwilligen, die in gelben Gummistiefeln am Strand ölverschmierte Vögel einsammeln. Eine riesige Umweltkatastrophe. Dabei ist das Unglück in Elgin längst eine viel größere Katastrophe: für unser Klima. Doch ein Erdgasleck ist leider weniger medienwirksam. Hier strömt ja nur Gas aus – Gas, das über kurz oder lang verdampft. In unsere Atmosphäre. Und verändert unser Klima.

Hier machen sich die Gefahren und Risiken der Erdgasförderung bemerkbar

Der momentane Druck der Öffentlichkeit und die Angst vor der Explosion veranlasst die Betreiberfirma Total immerhin über eine Entlastungsbohrung nachzudenken. Also eine weitere Bohrung in dasselbe Gasreservoir, durch die das Gas kontrolliert abgeleitet werden könnte. Die Installation ist teuer, riskant und würde sich über sechs Monate hinziehen. Doch wenn der Erdgasstrom durch die beschädigte Leitung dadurch nachlässt, könnte man sich von der Plattform aus um die Reparaturen kümmern, so David Hainsworth, Manager für Gesundheit, Sicherheit und Umwelt bei Total E&P UK, gegenüber dem BBC. Innerhalb dieser sechs Monate bis zur möglichen Entlastungsbohrung, werden jedoch laut Greenpeace Deutschland etwa soviel giftige Klimagase austreten wie 800.000 Tonnen CO2 entsprechen - 400.000 Autos haben pro Jahr einen vergleichbaren CO2 Ausstoß.

Im „besten Fall“ ein immenser Schaden für unser Klima

Doch Hainsworth hofft eigentlich auf ein anderes Szenario. Nämlich, dass das Gasleck von selbst versiegt: „Im besten Fall ist das Erdgas in diesem Gebiet nicht sehr produktiv und versiegt innerhalb der kommenden Tage und Wochen.“ Ein Szenario, das schon deswegen unwahrscheinlich ist, weil das Reservoir nach Schätzungen der norwegischen Umweltorganisation Bellona etwa 15,5 Milliarden Kubikmeter Erdgas enthält. Das Versiegen würde damit in etwa 10 bis 12 Jahre dauern. Keine Tage oder Wochen. Eine Menge Erdgas, ein enormes Klimarisiko: „Wir schätzen die Menge an Treibhausgasen in diesem Vorkommen auf etwa 560 Millionen Tonnen Kohlenstoffdioxid“, so Bellona-Präsident Frederic Hauge. Im Vergleich: Würde das gesamte Erdgas des Vorkommens ohne Entlastungsbohrung entweichen, entspräche das dem Klimaschaden von mehr als dem gesamten CO2-Austoß Großbritanniens im Jahr 2010. Es sagt wohl einiges über das Risikomanagement bei Total aus, wenn dieser Klimaschaden als „bester Fall“ bezeichnet wird.

Die Katastrophe von Elgin ist nur einer von zahlreichen Unfällen im Zusammenhang mit Erdgasbohrungen – und in unmittelbarer Nachbarschaft eines  Lochs, aus dem schon seit Jahren munter Erdgas blubbert. Erdgas, obwohl im Verbrauch vergleichsweise sauber, birgt aufgrund der Umstände seiner Förderung enorme Gefahren für unser Klima. Erdgas ist weit schmutziger als sein Ruf! Der Umstieg auf ein Biogas Produkt zum Beispiel vom Biogas Anbieter Polarstern ist insofern kein bloßer LOHA-Schnickschnack, sondern ein wichtiger, unumgänglicher Schritt in eine saubere Zukunft. Bisher gibt es zu wenige Anbieter von 100% Biogas in Europa. In Deutschland gibt es das Biogas Produkt „Wirklich Ökogas“ von Polarstern. Die gesamte Produktionskette von Ausgangsprodukt bis zum Endverbrauch fließt in die Klimabilanz unseres Ökogases ein. Und das Ergebnis: Polarstern Ökogas ist klimaneutral. Nicht nur im Verbrauch.

(Bilder: Flickr, CFraser)

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