Mit einem Energiespeicher kannst du den Strom aus deiner Photovoltaikanlage effizient nutzen. Wie das geht und welche weiteren Vorteile ein Stromspeicher bietet, findest du hier heraus.

von Nora
Mit dem Energiespeicher den mit Photovoltaik erzeugten Solarstrom speichern.
Mit einem Energiespeicher kannst du den Solarstrom aus deiner Photovoltaikanlage effizienter nutzen.

Inhalt

  

Welche Funktion hat ein Solarstromspeicher?

Strom aus Photovoltaik lokal speichern statt ins Netz einzuspeisen.

Solarplatten erzeugen den meisten Strom zur sonnigen Mittagszeit zwischen 12 und 15 Uhr, während die meisten Menschen nicht zuhause sind. Wenn du keinen Speicher besitzt, wird der eigene Ökostrom aus Sonnenenergie nur zu einem geringen Anteil für den Eigenverbrauch genutzt: Lediglich Kühlschrank, Gefriertruhe, Standby-Geräte oder vorprogrammierte Geräte wie Waschmaschinen verbrauchen tagsüber etwas Strom.

Ohne Speicher: mittags Solarstrom im Überfluss – abends Strommangel.

So entsteht ein Überschuss: Da dein Solarstrom Zuhause nicht verbraucht werden kann, fließt er in das öffentliche Stromnetz, für das diese mittäglichen Einspeisespitzen eine Belastung darstellen. Für deinen eingespeisten Sonnenstrom wirst du nach der EEG Einspeisevergütung entlohnt, deren Höhe abhängig ist von der Größe und dem Bauzeitpunkt der Anlage. Eigentlich gut, aber: Immer, wenn dein Strombedarf gerade nicht durch den mit deinen Solarmodulen erzeugten Strom gestillt werden kann, musst du den benötigten Strom von einem Stromanbieter übers öffentliche Netz beziehen – und dafür den Strompreis bezahlen.

 

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Eigenen Strom zeitversetzt zur Erzeugung verbrauchen.

Wenn du hingegen die Photovoltaikmodule mit einem Stromspeicher koppelst, kannst du deinen selbst erzeugten Ökostrom besser ausnutzen. Denn du musst deine Solarenergie nicht zu dem Zeitpunkt nutzen oder einspeisen, zu dem sie gewonnen wird. Nicht direkt benötigter Strom fließt vielmehr in deinen Speicher. Wenn du später Strom brauchst, beziehst du ihn aus dem Solarspeicher. Erst, wenn der leer ist, nutzt du Netzstrom. Ist der Photovoltaikspeicher voll, wird zusätzlicher Solarstrom ins Stromnetz eingespeist und dir vergütet.

Höhere Autarkie.

Durch den Speicher musst du also insgesamt weniger Strom hinzukaufen und senkst deine Stromrechnung. Gleichzeitig machst du dich unabhängiger von Energieversorgern und steigenden Strompreisen und wirst immer mehr zum Selbstversorger. Diese Vorteile erkennen immer mehr PV-Anlagenbesitzer: Inzwischen wird mehr als jede zweite neue Photovoltaikanlage zusammen mit einem Speicher installiert.

 

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Ohne Speicher liegt dein Autarkiegrad mit Photovoltaik bei nur rund 30 %: ca. 70 % des eigenen Strombedarfs wird aus dem öffentlichen Stromnetz gestillt. Mit einem Speicher kannst du hingegen 60 – 80 % Autarkie erreichen.

Stromspeicher mit Lithium oder Blei.

Für das Stromspeichern kommen Batterien aus Lithium oder aus Blei zum Einsatz. Die Verwendung von Lithium Ionen ist dabei die neuere Technik. Welche Speichertechnologie die richtige ist, entscheidest du am besten zusammen mit einem Experten.

Das Prinzip vom Energiespeicher.
So funktionieren Energiespeicher.

 

Welche Vorteile haben Stromspeicher?

Unabhängig von Strompreisen.

Während Eigenheimbesitzer früher mit Solarstrom in erster Linie Geld verdienten, so geht es heute immer mehr darum, einen hohen Eigenverbrauch zu erzielen und mit externe Stromkosten zu sparen. Durch die Kombination einer Solaranlage mit einem Speicher erhöhst du nämlich den Anteil des Verbrauchs am eigenen Strom und steigerst gleichzeitig deinen Autarkiegrad: Der Eigenverbrauchsanteil besagt, wieviel Prozent des selbst hergestellten Solarstroms du auch selbst verbrauchst und nicht ins Netz einspeist. Der Autarkiegrad wiederum gibt an, zu welchem Anteil du deinen eigenen Stromverbrauch mit selbst gewonnenem Solarstrom decken kannst.

Die Investition in den Solarspeicher rentiert sich langfristig.

Ein Solarstromspeicher bietet aber noch weitere Vorteile: Mit einem Batteriespeicher kannst du nämlich langfristig Geld sparen. Da die Einspeisevergütung kontinuierlich sinkt, erhältst du für Solarstrom, den du ins Netz einspeist, immer weniger Geld. Gleichzeitig steigen die Strompreise pro Kilowattstunde (kWh). Auch sind die Preise für Stromspeicher sind in den letzten Jahren deutlich gesunken, sodass die Investition immer rentabel ist.

Mit einem Solarstromspeicher senkst du die Stromkosten und wirst unabhängiger von steigenden Strompreisen.

Eigene Energie rund um die Uhr.

Mit einer eigenen PV-Anlage und einem Speicher musst du deinen Energieverbrauch auch nicht den Zeiten mit der größten Solarausbeute einer Photovoltaikanlage anpassen. Du musst also nicht die Spülmaschine auf die Mittagszeit vorprogrammieren, um deinen eigenen Solarstrom nutzen zu können. Darüber hinaus wird das öffentliche Stromnetz durch Stromspeicher entlastet. Einen Batteriespeicher kaufen bedeutet demnach eine Win-Win-Situation für alle und fördert die dezentrale Energiewende.

 

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Muss ich trotzdem bei einem Stromanbieter angemeldet sein?

Volle Autarkie zu erreichen, ist in der Theorie zwar möglich, in der Praxis jedoch völlig unpraktisch - und meist auch noch unrentabel. Investitionen in Speichertechnologien mit 100 % Autarkiegrad würden sich nicht lohnen, deshalb sind Versprechen wie "garantiert 100 % unabhängig" unrealistisch. Du brauchst also weiterhin einen Anbieter, der dich mit zusätzlichem Strom versorgt, wenn du ihn brauchst. Dabei ist es besonders sinnvoll, zu einem unabhängigen Ökostromanbieter zu wechseln, um dem ökologischen Nutzen der erneuerbaren Energien treu zu bleiben. Wirklich Eigenstrom von Polarstern wird zu 100 % aus deutscher Wasserkraft erzeugt. Auch wird rein verbrauchsabhängig nur der Strom abgerechnet, den du tatsächlich benötigst. Ohne Grundgebühr. Ohne Mindestvertragslaufzeit. Das ist wirkliche Unabhängigkeit. Schau es dir an!

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Was muss ich beim Kauf von einem Stromspeicher beachten?

Die Auslegung deines Batteriespeichers ist ein technisch kompliziertes Thema, für das du dich an einen Experten wenden solltest. In der Regel kümmert sich ein Elektroinstallateur für dich um die Planung und kauft bei einem Händler den Stromspeicher. Beim Hausspeicher selbst solltest du einen Hersteller wählen, der zu einer seriösen, bekannten Firma gehört, wie LG oder Samsung. Auch Unternehmen aus dem Automobilbereich, wie Tesla und Mercedes-Benz, produzieren neben Akkus für Elektroautos auch Stromspeichersysteme der Spitzenklasse. Gesetzlich ist dabei eine Garantie für 10 Jahre festgelegt, Solarspeicher können aber länger halten. Auf YouTube findest du Berichte und Tests zu Stromspeichern verschiedener Hersteller – Tesla Powerwall und Energiespeichersysteme von Samsung etwa – von unserem Partner Memodo.

Die optimale Größe vom Stromspeicher hängt vom Verbrauchsverhalten und der Größe der Photovoltaikanlage ab.

Die Kosten für einen Speicher liegen, je nach Nennkapazität des Akkus in kWh, zwischen 6.000 und 15.000 Euro. Typischerweise haben Batteriespeicher für Ein- und Zweifamilienhäuser eine Kapazität von 5 bis 10 kWh. Für den Preis spielen auch Zyklen eine Rolle: Je mehr Auf- und Entladezyklen verfügbar sind, desto höher der Preis für den Speicher. Für die Finanzierung kannst du einen Kredit aufnehmen. Außerdem gibt es eine staatliche Förderung, die KfW 275. Die Förderkriterien kannst du auf der Website der KfW nachlesen.

 

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Fragen, um den richtigen Speicher zu finden.

Für Händler und Installateur ist es wichtig, ob du den Heimspeicher zum Nachrüsten für eine bestehende PV-Anlage brauchst oder ob du eine komplette Anlage mit Solarzellen und Solarspeicher möchtest. Die optimale Größe vom Solarspeicher ist vom Verbrauchsverhalten und der Größe der PV-Anlage abhängig: 

  1. Wie groß ist bzw. kann die Photovoltaikanlage maximal sein?
  2. Wie hoch ist der jährliche Stromverbrauch?

  3. Wie ist das Stromverbrauchsverhalten? Sind die Bewohner des Hauses tagsüber daheim oder den ganzen Tag unterwegs?

  4. Besteht die Bereitschaft, das Verhalten zu ändern?

Die vierte Frage muss nicht mit ja beantwortet werden, die Antwort ist jedoch wichtig für die Auslegung vom Solarakku. Gut für dich: Wirklich Eigenstrom ist herstellerunabhängig. Du kannst den Tarif einfach hinzubuchen, egal welche Anlagen du installieren willst - oder bereits installiert hast - und egal welchen Installateur du wählst.

 

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