Elektroheizungen: Welche es gibt und wann ihr Einsatz sinnvoll ist

Das Heizen mit Strom gilt als ineffizient. Tatsächlich kommt es immer darauf an, wie Heizstrom eingesetzt wird. Wir stellen die typischen Elektroheizungen vor, zeigen, wann sie sinnvoll sind und welche Heizstromtarife dazu passen.

Inhalt:


40 Millionen Haushalte gibt es etwa in Deutschland. Davon heizt knapp die Hälfte mit Gas, etwa ein Viertel mit Öl. Strom spielt nur eine untergeordnete Rolle – etwa 1,7 Millionen Haushalte nutzen ihn für den Betrieb ihrer Heizung. Im Gegensatz zu vielen Haushalten, die nicht einmal sagen könnten, mit welchem Brennstoff in ihrem Haus geheizt wird, wissen Stromheizer dies ganz genau. Denn Stromheizungen kommen mit ein paar Besonderheiten. 

 

Vorteile und Nachteile von Elektroheizungen.

Elektrische Heizungen sind relativ günstig zu haben, benötigen nicht viel Platz und müssen auch nicht groß gewartet werden. Das große Aber liegt bei den Betriebskosten. Eine Elektroheizung zieht viel Strom bei einem ungleich höheren Kilowattstundenpreis, verglichen mit Öl oder Gas. Ob die Stromheizung zumindest eine saubere Angelegenheit ist oder nicht, hängt ganz von der Wahl des Stromtarifs ab. Beispiel Wärmepumpe: Der Stromverbrauch eines Haushalts kann sich mit dem Betrieb einer Wärmepumpe locker verdoppeln. Beim Bezug von konventionellem Strom auch die CO2-Emissionen. Erst mit der Bestellung von Ökostrom wird die Wärmepumpe zu einer sauberen Sache.  

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So wurde 2017 im Bestand geheizt. Basis: 41,5 Mio. Wohnungen.

Heizart Gas Heizöl Fernwärme Stromheizung Wärmepumpen Sonstige*
Verbreitung in % 49,4  26,1  13,8  2,6  2,0  6,1 

 

So wurde 2017 im Neubau geheizt. Basis: 245.308 Wohnungen.

Heizart Gas Wärmepumpen Fernwärme Heizöl Strom Sonstige*
Verbreitung in % 46,5  24,3  20,9 0,7 0,7 6,9

 

Quelle: Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft. Stand 2018.

*  Darunter: Holz, Holzpellets, Biomasse, Kohle.

 

Warum mit Strom geheizt wird.

Warum überhaupt mit Strom geheizt wird, kann verschiedene Gründe haben. Manchmal übernehmen Mieter eine Wohnung mit einer Nachtspeicherheizung, die vielleicht vor ein paar Jahrzehnten eine vielversprechende Technik war, aber heute nur noch ineffizient ist. Manchmal sind nicht alle Räume in einer Wohnung mit einer Zentralheizung verbunden und es muss eine schnelle Lösung her. Oder es geht um neue Heiztechniken wie Wärmepumpen, die als Antriebsenergie ebenfalls Strom benötigen. Wo liegen die Unterschiede bei den Elektroheizungen? Schauen wir sie uns an.


 

1. Mobile Elektroheizung.

Mobile Elektroheizungen kennt jeder, der schon einmal einen Winter in Südeuropa verbracht hat. Eine Wohnung bekommt man mit mobilen Radiatoren nicht wirklich warm, aber sie sind ein kleiner Rettungsring in Räumen, die nicht mit einer Zentralheizung verbunden sind. Die Kosten für kleine Elektroheizkörper sind niedrig, es gibt sie schon unter 100 Euro zu kaufen und lassen sich sofort an der Steckdose anschließen. Sie lohnen sich vor allem für Räume, die nur ab und zu genutzt werden. Eine Abstellkammer, die spontan zum Gästezimmer umfunktioniert wird zum Beispiel, eine Werkstatt oder Gartenlaube.

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2. Nachtspeicherheizung. 

Nutzer eines Nachtspeicherofens sind mit ihrer Heizung bestens vertraut. 1,2 Millionen Haushalte sind das laut Bundesverband für Energie- und Wasserwirtschaft. Das Heizen ist wie Poker. Du musst heute einstellen, wie viel Wärme du morgen möchtest. Nachts ziehen Nachtspeicher den Strom aus dem Netz und wandeln diesen in Wärme um, die von einem Wärmeträger in der Heizung gespeichert wird. Tagsüber wird die gespeicherte Wärme zum Heizen genutzt. Wird das Wetter besser als vorhergesagt, hast du Strom verprasst. Wird es kälter, geht die Wärme schneller aus. Viele Nutzer von Nachtspeichern kennen das Problem, dass es morgens zu heiß ist und abends zu kalt. Das macht Nachtspeicherheizungen zu einer ziemlich ineffizienten Sache: Der Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft verortet den mittleren Stromjahresverbrauch von Haushalten mit Speicherheizungen bei ca. 8.200 Kilowattstunden. Zum Vergleich: der typische Stromverbrauch eines 4-Personenhaushalts sollte um die 3.500 Kilowattstunden liegen. Wie konnten sich Nachtspeicheröfen dann so verbreiten? Vor 50, 60 Jahren galt die Technik als günstige Alternative zu den damaligen Heizungssystemen. Man versprach sich eine bessere Auslastung der Stromnetze, indem man nächtliche Stromüberschüsse zu einem günstigeren Niedertarif fürs Wärmen anbot. 

Nachtspeicherstrom: Spezialtarife für Nachtspeicher.

Bis heute wird der Strom für Nachtspeicherheizungen in der Regel separat vom übrigen Haushaltsstrom über einen Zähler mit zwei Zählwerken abgerechnet – dem HT/NT-Zähler. HT steht für Haupttarif, NT für Niedertarif. Eine Nachtspeicherheizung zieht den Strom in der im Niedertarif zu einem günstigeren Arbeitspreis pro Kilowattstunde. 

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Läuft die Nachtspeicherheizung über einen separaten, "unterbrechbaren" Zähler, kann der Netzbetreiber die Energiezufuhr zu deiner Nachtspeicherheizung zu festen Tageszeiten unterbrechen. Er sorgt so für eine bessere Netzauslastung, wenn die Stromnachfrage gerade sehr hoch ist – zum Beispiel mittags oder am frühen Abend. Dafür bekommst du günstigeren Heizstrom für die Nachtspeicherheizung. Das senkt die Betriebskosten für den Nachtspeicherofen. Polarstern bietet diesen Tarif an: Nachtspeicherstrom – aus 100 % deutscher Wasserkraft. So wird die Nachtspeicherheizung zu einer wirklich klimafreundlichen Sache. 

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3. Infrarotheizungen.

Jede vierte Wohnung verfügt laut Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft über ein zusätzliches Heizgerät. Infrarotheizungen werden dabei immer beliebter. Es gibt sie als Designstücke wie Spiegel, Bilder oder Panele, die sich bestens ins Einrichtungskonzept integrieren lassen. Infrarotheizungen wärmen anders, als man es von herkömmlichen Heizungen gewohnt ist. Anstatt die Luft zu wärmen, die sich ohnehin schnell wieder abkühlt, senden Infrarotheizungen elektromagnetische Wellen aus. Feste Gegenstände wie Möbel nehmen die Wärme auf und geben sie an den Raum weiter. Die Wärme von Infrarotheizungen wird als besonders gemütlich empfunden. Weitere Vorteile von Infrarotheizungen liegen bei ihrer einfachen Installation und ihrer effektiven Wirkung: Gegenstände speichern Wärme besser als Luft. Der Einsatz von Infrarotheizungen lohnt sich vor allem als Ergänzung zur bestehenden Heizung. 


 

4. Elektrische Handtuchwärmer.

Ein Handtuchwärmer ist nicht einfach nur die Hardware des Warmduschers. Gerade in vielen Bestandsgebäuden sucht man manchmal vergeblich einen festen Heizkörper im Badezimmer. Da sind Handtuchwärmer die platzsparende, schickere Alternative zur mobilen Elektroheizung. Handtuchwärmer können ein kleines Badezimmer oder eine separate Toilette relativ zügig wärmen. Da ihr Stromverbrauch hoch ist, eignen sie sich aber nicht, um größere Badezimmer komplett zu heizen. Dort können sie lediglich eine Ergänzung zum bestehenden Heizkörper sein. 


 

5. Wärmepumpen. 

Wärmepumpen sind ein Spezialfall. Sie beziehen rund zwei Drittel der benötigten Heizenergie aus der Umgebung, als Antriebsenergie benötigen sie aber Strom. Gerade mit der Verbreitung von Wärmepumpen wird Strom im Heizmarkt wieder wichtiger. Laut Fachverband sind in Deutschland derzeit rund 880.000 Wärmepumpen installiert. Die Heiztechnik macht sich die natürlichen Elemente aus der Umgebung zunutze. Je nach Modell "pumpt" die Wärmepumpe die Temperatur der Luft, des Bodens oder Grundwassers auf ein höheres Niveau und leitet die Wärme an das Heizsystem im Haus. Für die Energiewende im Wärmemarkt sind Wärmepumpen eine wichtige Technologie. Denn fossile, klimaschädliche Brennstoffe wie Öl und Gas kommen nicht zum Einsatz. Das große Aber: Mit dem Betrieb einer Wärmepumpe kann sich der Stromverbrauch eines Haushalts locker verdoppeln. Folglich auch die CO2-Emissionen, wenn im Haushalt Kohlestrom genutzt wird. Erst mit dem Bezug von Ökostrom wird die Wärmepumpe wirklich zu einer sauberen Angelegenheit.   

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Fazit: Wann sich Elektroheizungen lohnen.

Bei der Umwandlung von Strom in Wärme entstehen hohe Energieverluste. Haushalte, die mit Strom heizen, sparen sich zwar Brennstoffe wie Öl oder Gas, haben aber oft einen sehr hohen Stromverbrauch. Am sinnvollsten ist das Heizen mit Strom daher in gut gedämmten Gebäuden oder als Ad-Hoc-Maßnahme für Räume, die nicht an die Zentralheizung angeschlossen sind. E-Heizungen sind daher heute eher Zweitheizungen für einzelne Räume. Haushalte mit einer Nachtspeicherheizung oder Wärmepumpe haben einen sehr hohen Stromverbrauch, können die Kosten aber mit einem Spezialtarif, etwa ein HT/NT-Tarif oder Nachtspeicherstrom senken. Egal welche Elektroheizung genutzt wird: Ökostrom ist ein Muss. Erst dann sinkt der CO2-Fußabdruck fürs Heizen auf 0.

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