Wer sein Elektroauto unterwegs lädt, den interessieren vor allem die Kosten und die benötigte Ladezeit. Beides ist oft nicht sofort klar. Worauf du beim Laden deines Elektroautos unterwegs achten solltest und wie du bei den Kosten am günstigsten wegkommst, haben wir für dich unter die Lupe genommen.

Elektroauto unterwegs aufladen - so geht´s:

 

Wo kannst du dein Elektroauto unterwegs laden?

Unterwegs dein Elektroauto laden – das funktioniert heute einfacher denn je. In den letzten vier Jahren ist die Anzahl der Ladestationen von knapp 6.000 auf über 17.000 gestiegen. Allein im ersten Quartal 2019 kamen 1.300 neue Ladestationen hinzu. (Quelle: BDEW) Mehr zum Laden an öffentlichen Ladestationen findest du hier.

Ladestationen in Deutschland 2019
Ladestationen in Deutschland (Stand Q1 2019)

Das Elektroauto laden auf dem Firmenparkplatz.

Du sitzt im Büro und gleichzeitig lädt dein Elektroauto an der firmeneigenen Ladestation. Dieses Szenario ist keine Zukunftsvision mehr. Nicht nur Privatpersonen, sondern auch Unternehmen nutzen zunehmend Elektroautos in ihren Flotten. Und je mehr sich Elektroautos verbreiten, umso mehr steigt das Interesse der Mitarbeiter an Ladestationen bei der Arbeit.

Auch als Kunde kann man schon bei einigen Unternehmen Ladestationen nutzen. Polarstern versorgt unter anderem die Ladestation auf dem Kundenparkplatz der Sparda-Bank München und dem Fitnessstudio CrossFit eo mit 100 % Ökostrom.

 

Ladestation in Berlin bestellen.

Einen besonderen Service bietet „Chargery“: Das Unternehmen bringt die Ladestation quasi zu deinem Elektroauto. Du bestellt sie einfach und bequem per App. Dann wird die Ladestation mit dem Fahrradanhänger an deinen Parkplatz gefahren und dein Auto direkt vor Ort aufgeladen. Das beste dabei: Chargery lädt mit 100 % grünem Strom. Den Service gibts bisher nur in Berlin. Bald soll er aber auch in Hamburg verfügbar sein und auch eine Expansion in andere europäische Städte ist angedacht. Eine praktische Ladelösung, wenn du einen Städtetrip planst.

 

Das Elektroauto laden während des Einkaufs.

Noch ein Szenario: Während du im Supermarkt bist oder im Einkaufszentrum schlenderst, lädt dein Elektroauto auf dem Parkplatz an der Ladestation. Davon gibt es inzwischen eine Menge: IKEA, Kaufland und ALDI Süd bieten dir inzwischen die Möglichkeit, dein Elektroauto kostenlos zu laden.

Trotzdem bleibt die Frage: Wie weit bringt dich dieses „zwischendurch laden“ überhaupt?

 

Wie lange muss dein Elektroauto laden?

Genauso wenig wie du immer einen komplett vollen Tank hast, brauchst du für jede Fahrt mit dem Elektroauto eine komplett volle Batterie. Gerade bei Alltagsfahrten ins Büro oder zum Einkaufen kannst du die gefahrenen Kilometer unterwegs „schnell nachladen“.

Die genaue Ladedauer ist nicht nur abhängig von der Leistung der Ladestation, sondern auch der Ladeleistung deiner Batterie. Die Faustformel ist:

 

Ladekapazität der Batterie (kWh) : Ladeleistung der Ladestation (kw) = Ladezeit (h)

 

Öffentliche Ladestationen bieten Ladeleistungen von 11 bis 22 kW (normale Ladesäule), 44 kW (Schnelladesäule), 150 kW (Tesla Supercharger) oder bis hin zu 350 kW (Schnelladesäulen von Ionity).

Bei Schnelladestationen lädst du also schon innerhalb von 20-30 Minuten deine Batterie bis zu 80 % - eine entsprechende Batterieleistung deines Autos vorausgesetzt. Der durchschnittliche deutsche Autofahrer legt am Tag etwa 38 km zurück. Je nach Ladezeit und Ladestation machst du mit dem Aufladen während des Supermarktbesuches an einer Ladestation mit 22 kW also schon wieder die Fahrt nach Hause wett.

 

So findest du unterwegs Ladestationen für dein Elektroauto.

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, unterwegs Ladestationen für dein Elektroauto zu finden. Die Bundesnetzagentur stellt auf ihrer Webseite eine Ladekarte bereit, auf der öffentlich zugängliche Ladestationen zu finden sind. Darauf kannst du auch spezifisch nach Schnellladesäulen filtern. Die Karte zeigt nur Ladestationen, deren Betreiber der Veröffentlichung zugestimmt haben.

Eine weitere Möglichkeit bei der Suche nach Lademöglichkeiten für dein Elektroauto sind Apps, wie „plugsurfing“. Sie helfen bei der bequemen Suche nach Ladestationen in der Nähe und zeigen Ladestationen verschiedener Anbieter an.

 

So funktioniert das Laden an der Ladestation.

Um dein Elektroauto an einer Ladestation zu laden, musst du erst einmal checken, welches Ladekabel du brauchst. In Deutschland hat sich der CCS-Stecker (Combined Charging System) durchgesetzt. Du kannst auch vorher über die entsprechende App herausfinden, welchen Stecker es an einer Ladestation gibt.

>>>> Infos rund um verschiedene Ladestationen und die Ladeinfrastruktur gibt´s hier.

 

Welche Kosten erwarten dich beim Laden deines Elektroautos?

Wichtig ist, dass du dir die Preisbestandteile beim Laden deines Elektroautos genau ansiehst. So musst du später nicht teuer bezahlen.

Laut einer Studie der Bonner Marktforscher EuPD sind die Kostenunterschiede beim Laden an Ladestationen teilweise sehr groß. Durchschnittlich liegen sie bei 23 bis 32 Cent pro Kilowattstunde (Stand April 2019). Aber Ausreißer von 60 Cent bis 1,39 € pro Kilowattstunde gab es ebenfalls:

Strompreis an Ladestationen
Quelle: https://emobilitaet.online/news/ladeinfrastruktur/5476-eupd-studie-tarife-ladesaeulen.

Ein Vergleich: Der BMW X5 verbraucht 8 Liter auf 100 km. Der Tesla Model X P90D verbraucht 21,7 kWh auf 100 km. Bei einer Strecke von 400 km kostet das Fahren mit dem BMW also rund 48 € (bei einem Benzinpreis von 1,50 €/Liter). Die Fahrt mit dem Tesla kostet auf der gleichen Strecke zwischen rund 20 € (bei einem Strompreis von 0,24 €) bis 52 € (bei einem Strompreis von 0,60 €) und sogar noch mehr.

Die enorm große Spanne bei den Ladekosten des Elektroautos zeigt, wie wichtig es ist, sich die Preise für das Laden genau anzusehen.

 

 

So bezahlst du an der Ladestation.

Zur Bezahlung an den Ladestationen gibt es verschiedene Modelle: Manche Anbieter rechnen nach Zeit ab, andere bieten Pauschalen an und wiederum andere rechnen nach den geladenen Kilowattstunden ab (Lademenge). Teilweise werden auch Grundgebühren erhoben. Abgerechnet wird entweder direkt mit dem Betreiber oder über einen sogenannten Roaming-Dienst. Bei manchen Stationen brauchst du eine Ladekarte, bei immer mehr kannst du inzwischen aber auch direkt mit Kreditkarte bezahlen. Die gute Nachricht ist: Meistens gibt es an der Ladestation mehrere Möglichkeiten zu zahlen.

Je nachdem, wie du dein Elektroauto nutzt, können unterschiedliche Bezahlmodelle für dich in Frage kommen. Besonders als Vielfahrer kann so zum Beispiel eine Flatrate Sinn machen. Auch regional gibt es Unterschiede bei den Ladestationen und Kosten. Wer also viel überregional fährt, sollte sich eine E-Roaming-Ladekarte zulegen, denn die funktioniert überall.

 

Ladekosten sollen durch Eichrecht transparenter werden.

Bisher war es als Fahrer eines Elektroautos nicht immer klar, wie sich der Preis für das Laden genau zusammensetzt und wie viel Kilowattstunden genau geladen wurden. Das soll sich mit der Pflicht zu eichrechtskonformen Ladestationen ändern. Eichrechtskonformität bedeutet, dass bei Ladestationen nach den Vorgaben des Eichrechts abgerechnet wird und genau sichtbar ist, wie viel Kilowattstunden geladen wurden. Die Umsetzung war ursprünglich bis zum 01.04.2019 geplant, die Frist kann inzwischen aber mit einem Nachrüstplan durch den Ladesäulenbetreiber verlängert werden.

So sparst du Kosten beim Laden deines Elektroautos:

  • Manche Ladestationen rechnen nach Ladezeit ab. An diesen solltest du besser nicht über Nacht stehen.
  • Checke immer vor dem Laden, welche Bezahlmodelle dich an der Ladestation erwarten.
  • Nutze kostenlose Ladestationen auf Parkplätzen beim Einkaufen.
  • Um die benötigte Ladezeit zu berechnen, gibt es eine Faustformel: Ladekapazität der Batterie (kWh) : Ladeleistung der Ladestation (kW) = Ladezeit.
  • Je voller dein Akku ist, umso langsamer lädt er. Wenn du also nur ca. auf 80 % auflädst, sparst du dir Zeit – und je nach Ladestation – auch Kosten.

 

Polarstern arbeitet mit verschiedenen Partnern in der Elektromobilität zusammen, um die Ladeinfrastruktur weiter auszubauen: Ionity baut in Europa ein Schnelladenetz mit 400 Ladestationen (100 davon in Deutschland) auf, das wir mit Wirklich Ökostrom versorgen. So kann auch unterwegs 100 % nachhaltige Energie „getankt“ werden. Bei Ionity lädst du zum Festpreis von 8 € und kannst bequem per App zahlen. Auch unser Partner NewMotion bietet Bezahlmöglichkeiten an 64.000 Ladestationen europaweit grundgebührenfrei an.

 

Und für das Laden zuhause?

Letztendlich laden die meisten Elektroautofahrer am Ende meistens bei sich zuhause. Doch auch dabei kannst du Kosten sparen: Abhängig davon, welchen Stromzähler du zuhause hast, kannst du mit Polarsterns Spezialtarifen für Autostrom einen besonderen Tarif bekommen. Gleichzeitig bekommst du 100 % Ökostrom, was den Umweltnutzen deines Elektroautos enorm steigert.

>>>> Mehr zu Wirklich Autostrom und Wirklich Autostrom Plus von Polarstern. 

Polarstern ist zudem Partner für Immobilienbesitzer auf der Suche nach Mieterstrom-Lösungen sowie individuelle Angebote für Unternehmen.

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