Recycling & Upcycling | Polarstern
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Ein Bleistift aus deiner Jeans | Wirklich

Früher war mein Leben bestimmt von Harry Potter. Wie sehr hätten Zaubersprüche mein Leben bereichert. Jemanden Schnecken spucken zu lassen, wenn man ihm eins auswischen möchte zum Beispiel. Wahnsinn. Oder einen Raben in einen Kelch verwandeln. Alltagstauglichkeit hin oder her, aber obercool ist das allemal. Mittlerweile sind ein paar Jährchen vergangen und heute werden Dinge andauernd verwandelt. Oft merke ich das gar nicht mehr. Denn was mit 11 noch Magie hieß, heißt heute Recycling. Neuer noch: Upcycling.

Genau damit beschäftigen sich auch manaomea. Tine und Uli arbeiten ganz in der Nähe vom Polarstern Büro und sind glücklicherweise auch noch unsere Kunden. Ihr Ziel: Bleistifte aus Textilfasern herstellen – sowohl mit Baumwollfasern aus fairem Anbau als auch mit deiner alten Jeans. Tine erzählt, auf was wir uns bei erfolgreicher Crowdfunding-Kampagne freuen dürfen.

Haben manaomea ins Leben gerufen: Tine und Uli.

Was bedeutet euer Firmenname?

TINE manaomea kommt aus dem Hawaiianischen und bedeutet „Von Geist zu Materie“. „manao“ der Geist – „mea“ die Materie. Auf unserer Visitenkarten steht dazu: Aus gutem Geist wird Materie zum Wohle aller. Klingt vielleicht etwas schwer, ist aber ganz leicht, weil es uns einfach am Herzen liegt. 

Worum geht es in dem Projekt?

TINE Mit manaomea wollen wir die Kluft in unserer Welt überwinden, quasi die Lücke zwischen den Kulturen schließen. Dazu entwickeln wir Produkte, die über Kontinente hinweg Geschichten erzählen. Produkte, die gleichzeitig ganz konkret Ressourcen schonen und Menschen in ärmeren Teilen der Welt ermächtigen. Für „Die Königin“ zum Beispiel kaufen wir regenbewässerte GOTS-Baumwolle aus Uganda. Das ist die ökologischste und fairste, die es gibt. So stellen wir sicher, dass die Baumwollbauern gerecht an den Gewinnen beteiligt werden.

Der Noble und die Königin.

Warum ist es wichtig, Bleistifte nicht aus Holz zu produzieren?

TINE Wir wollen nicht sagen, dass der Einsatz von Holz per se schlecht ist. Im Gegenteil, es ist ein toller Werkstoff. Wir hinterfragen vielmehr die Ressourcennutzung. Warum wird ein ausgewachsener, großer Baum nach so vielen Jahren zu so kleinen Stiften verarbeitet? Denn Holzbleistifte werden gewöhnlich aus ausgewachsenen Bäumen hergestellt, wobei nur 20 Prozent vom Baum für Bleistifte genutzt werden. Der Rest wird zu Holzspan. Auch gut, doch werden die Bäume so ideal genutzt? Die Pflanzen, die wir nutzen, wachsen hingegen innerhalb von 4 Monaten nach und bei der Produktion entsteht kein Abfall. 

Was war die größte Schwierigkeit bei der Entwicklung?

TINE Uli und ich haben bereits im Bereich der Kunststofftechnologie gearbeitet. Am Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt haben wir an Technologien geforscht, mit denen man aus Carbonfasern Satellitenteile herstellt. Diese Technologie haben wir verändert, auf Textilien angewandt und so das neue Material entwickelt. Dabei war insbesondere das Zusammenspiel zwischen der Faserhülle und der Mine – die ja das Herz eines Stiftes ist und die Qualität stark prägt – anfangs echt schwierig und hat uns vor einige nie erahnte Herausforderungen gestellt. 

Warum sollte jemand dieses Projekt unterstützen?

TINE Weil wir die Welt der großen Textilketten umdrehen wollen. Allein in Deutschland landen jedes Jahr 100.000 Tonnen Klamotten auf der Mülldeponie. Gleichzeitig produzieren die großen Modeketten täglich Unmengen an neuer Kleidung – in Ländern weit weg von hier, meist ohne Liebe für Umwelt und Mensch. Für unser Material hingegen nutzen wir einerseits den Rohstoff an der Quelle und andererseits den Abfall ganz am Ende der Kette. Dadurch können wir die Textilwelt umkrempeln, von ganz vorne bis ganz hinten.

Jeder kann Recycling: Heizen mit Abfall

Wie viele Bleistifte könnt ihr aus einer alten Jeans herstellen?

TINE Das hängt natürlich ganz von der Größe des Trägers ab. Aus der Jeans von Dirk Nowitzki wird es einige mehr geben als von unserem 3-jährigen Nachbarssohn. Momentan schätzen wir, dass wir aus 1 kg Jeans ca. 100 Stifte herstellen können. Und das natürlich nicht nur mit Jeans, sondern mit allen abgetragenen oder alten Textilien – am liebsten aus Naturfasern.

Wie sieht die Zukunft von manaomea bei erfolgreicher Finanzierung aus?

TINE Im Moment produzieren wir unsere ersten Stifte an unserer selbst gebauten Anlage in Stuttgart. Die benötigten Spezialteile und Maschinen haben wir selbst entwickelt, die Anlage gehört uns jedoch nicht. Bei erfolgreicher Crowdfunding Kampagne würden wir zunächst unsere eigene Anlage hier in Deutschland bauen. Für die Zukunft sind auch andere Produkte denkbar, von Möbeln bis Laptop-Cases. So wollen wir Stück für Stück Abschnitte und Abfälle aus der Textilproduktion weiterverarbeiten und dem Stoffkreislauf wieder zugänglich machen. Außerdem würden wir gerne Produktionsanlagen mit den Baumwollbauern vor Ort aufbauen, damit sie die Wertschöpfung selbst betreiben können und nicht nur Rohstoffe liefern.

Wer soll unbedingt mal mit einem eurer Bleistifte schreiben?

Wir wären extrem happy, wenn die Kinder der Baumwollbauern in Uganda die Stifte für ihre Bildung und den Weg in eine gute Zukunft nutzen können! Daran arbeiten wir. Davon abgesehen fänd ich es schon sexy, unsere Stifte auf dem Laufsteg zu sehen. Und wenn ein toller ethical-fashion Designer diese Verbindung - seine Textilreste in Stiften, mit denen er seine Skizzen macht - auch so gut findet wie wir, freuen wir uns sehr.

Die Energie, aus der die Stifte sind
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