Vegane Ernährung | Polarstern
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Die Zuhause-Veganerin

Mein veganer Monat ist um – und ein Fazit steht an. Wie war’s? Was habe ich für mich gelernt? Wie mache ich weiter? Ein paar Nachgedanken habe ich Euch versprochen und möchte ich jetzt mit Euch teilen. Denn es lief gut! Sehr gut sogar. Anregend war’s und körperlich wohltuend. Neue Anstöße nehm’ ich mit und viele leckere Entdeckungen. Schattenseiten hatte der vegane Selbstversuch, auch die will ich Euch nicht vorenthalten, aber alles in allem: Do it yourself! Es lohnt sich. Immer mit Spaß und Ziel.

Nudeln Pasta

Die Begegnung mit der Kuh

Vegan ist öko. Öko hat für mich mit bewusster Verbundenheit zu anderen Lebewesen zu tun. In diesem Zusammenhang hatte ich als Veganerin eine Begegnung der seltsameren Art mit einer oberbayrischen Kuh. Braun-weiß gefleckt stand sie da. Die Kuh sah mich an und ich die Kuh. Und mich beschlich völlig unerwartet ein ganz ruhiges Gefühl: Ich will nichts von Dir und Du nicht von mir. Einfach so.
Von diesem Erlebnis abgesehen, hatte ich wenige, wirkliche Erleuchtungsmomente. Kurz und knapp: Veganes Essen ist einerseits unheimlich einfach und andererseits ganz schön schwer. Ersteres gilt für die vegan Selbstverpflegung daheim. Letzteres für veganes Essen, sobald es mehr ist als bloße Nahrungsaufnahme. In diesem, meinem veganen Monat wurde mir klar, wie viele meiner sozialen Kontakte sich um's Essen drehen. Gemeinsam kochen und Musik hören, Kuchen backen, Lieblingscafés besuchen, Restaurants testen, picknicken, frühstücken, Eis schlecken oder bei Sonnenaufgang Döner essen. All das spielt eine große Rolle in meinem Leben. Und mein Fazit nach einem Monat vegan: An sich finde ich das sehr gut so!

Die erste Reaktion der Außenwelt auf meinen veganen Selbstversuch war übrigens ziemlich einheitlich: Ich könnte das nie! Und: Ist das teuer? Nun, ich habe mich diesen Monat der besonderen Herausforderung gestellt und mir, zusätzlich zur veganen Ernährung, endlich mein lang ersehntes Rennrad gekauft. Wunderschön ist dieses manifestierte Loch in meinem Budget. A bisserl eng wurd’s aber so scho.

vegan Essen

Kostenpunkt vegan

Vegansein ist dann teuer, wenn ich als Veganerin nicht immer allein essen will und so plötzlich für die vegane Essensbeschaffung und -zubereitung auch im Freundeskreis eingeteilt werde. Selbst im Polarsternbüro gab’s ein veganes Team-Mittagessen (die hartgekochten Eier haben die Jungs aber eingefordert). Und abends wurde ich plötzlich nicht mehr eingeladen – oder doch, das schon, aber ich durfte das Essen für die ganze Mannschaft selbst mitbringen. Häufen sich solche Abende in einem Monat, wird’s teuer. Und ich rutschte in eine Rolle, die so gar nicht meine ist: die der Lebensmittelmissionarin. Und was isst Du jetzt so? Bist Du arg müde? Nimmst Du Tabletten? Wie fühlst Du Dich? Hat sich für Dich was verbessert? Was vermisst Du am meisten? Sind Tierprodukte wirklich so ungesund? Eine Menge berechtigter Fragen. Aber Fragen, die mir nie gestellt wurden, als ich mit den Mädels und Schüsseln voller Chips, Schokowürfeln und Joghurtgums literweise Prosecco schlürfend auf dem Sofa lag. Hätte man sich nicht damals schon um meine Gesundheit sorgen können? Tja.

Wie werde ich nach meinem vageren Selbstversuch also weitermachen? Ich werde auswärts und in Gesellschaft wieder alles essen – alles, was bewusst und mit Liebe zubereitet wurde. Eine dampfende Schüssel Pasta zu einem schönen Glas Barolo. Genuss. Ohne dem Menschen, der seit Stunden in der Küche für mich im Ragù vom Bio-Rind rührt, mit einem „Oh, das ess’ ich aber nicht!“ Tränen in die Augen zu treiben. Überhaupt: Fleisch, ja. Aber artgerecht gewonnenes. Und sonst vegetarisch. Zuhause bleibe ich, aus vielerei Gründen, Veganerin.

Die Mischkalkulation eines Teilzeit-Veganers:

Bisher bezog sich meine studentische Mischkalkulation zwischen Bioladen und Discounter auf eine Mischung aus Bio-Obst/Gemüse und dem großen Rest der Lebensmittel aus mehr oder weniger konventioneller Produktion. Warum eigentlich? Weil sich für mich Biolebensmittel bisher durch ihren besseren Geschmack auszeichneten. Jetzt denke ich anders: Die industrielle Produktion von Tierprodukten ist einfach nicht richtig. Da esse ich, wenn's sein muss, lieber eine Gewächshaustomate als ein Käfigei. Lieber die gerade Gurke als das gekrümmte Hühnchen. Die Fleischeslust muss nicht wöchentlich befriedigt werden. Mein knappes Budget erlaubt mir nun mal nicht alle paar Tage ein Hermannsdorfer Bio-Steak oder das Schnitzel vom glücklichen Schwein. Aber ab und an. Frei nach dem Motto „Auch zwei halbe Vegetarier sind ein ganzer“ will ich ab jetzt jedes Jahr ein bisschen vegan sein. Weil jedes bisschen zählt. Zum Beispiel in der Fastenzeit. Und dann hab ich auch Geld übrig für die Ökokiste.

veganes Eis

Vegan auf Zeit

Ist das nun für jeden was? Oder wie sollte er sein, der Teilzeit-Veganer? Ganz wichtig: Er ist jemand, der wie ich gerne Dinge zum ersten Mal tut oder isst. Und das auch in der Küche. In meinem veganen Monat gab’s für mich das erste Mal Tempeh (auf dem Foto weiter oben, links), ich habe das erste Mal mit Tofu gekocht, mir Kräuterseitlinge gebraten (Foto oben, Mitte), das erste Mal eine Misosuppe angerührt (Foto oben, rechts), Tagliatelle mit einer Soße auf Mandelmus-Basis gegessen (Foto ganz oben), mein erstes Mango-Sorbet selbst gemacht (Foto, Mitte) und dafür meine ersten Pistazien karamellisiert (Foto, rechts). So köstlich. Alle diese Dinge werde ich mir, vom meiner Meinung nach sehr gewöhnungsbedürftigen Tempeh mal abgesehen, ab jetzt öfter machen. Denn: Vegane Ernährung geht mit tiefem Schlaf, ruhigem Magen und schöner Haut einher. Wer will das nicht? Ach ja: Sport geht auch vegan. Für Skeptiker gibt's ein Beweisbild (Foto, links). So glücklich und rot im Gesicht bin ich nach einem morgendlichen 18-km-Lauf. Vegan hin oder her.

Für alle von Euch, die es mir nachtun wollen: Ich kann’s nur empfehlen. Vegansein ist besser! Für’s Klima, die Umwelt, die Tiere, für Dich. Webseiten, die im Zweifel weiterhelfen, gibt’s zuhauf. Zum Beispiel von Ela oder Sarah, Claudi oder Jörg. Vernetzt sind die Blogs auch in größeren Portalen, wie Deutschland is(s)t vegan oder die Vegane Gesellschaft. Die haben jetzt auch in meiner Lesezeichenleiste ihren festen Platz. Probiert’s aus! Und erzählt mir davon. Ich bin auf Eure Varianten gespannt!

 

 

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