Der Unterschied zwischen gut und wirklich gut | Polarstern
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Der Unterschied zwischen gut und wirklich gut

Wirklich, ehrlich, echt. Was bedeuten diese Wörter eigentlich wirklich? Ist einem Bio Siegel noch zu trauen? Wann ist Naturstrom auch wirklich Ökostrom? Laut den Etiketten ist ja schon alles öko und bio und fairtrade! Warum läuft dann trotzdem so viel schief? Wir haben für euch einen Blick in die Welt der Glaubwürdigkeit geworfen. Und kamen zu dem Schluss: Es ist kompliziert, aber es gibt Hoffnung! 

Fairtrade, öko, Bio-Siegel - Jetzt mal wirklich ehrlich…

Ehrlich gesagt, kennt ihr das: „ehrlich gesagt“? Wenn jemand einen Satz beginnt und damit startet, dass er jetzt mal ehrlich ist – was soll man da bitte denken? Jetzt „zur Abwechslung“ mal ehrlich? Sonst eher nicht so? Soll man sich dann in diesem Moment der Ehrlichkeit geehrt fühlen? Oder doch veräppelt? Ich fühle mich meistens veräppelt, bin ich doch ein Verfechter von Wahrheit und Aufrichtigkeit. Von Kritik und konstruktiver Transparenz. Okay, ab und zu mal eine Notlüge ist in Ordnung, aber so generell bin ich ein Fan von Echtheit, von Wahrheit. Ich gebe zu, ich ertappe mich selbst auch manchmal dabei, wenn ich „ehrlich gesagt“ sage. Aber so gut es gemeint ist, es hat einen heuchlerischen Beigeschmack.  

Ein Siegel-Labirinth für Verbraucher

Bier-Preisabsprachen hier, gefälschte Auto-Testergebnisse dort, und überall bzw nirgendwo: Konservierungsstoffe! Glaubt man Lebensmittel-Etiketten enthält ja überhaupt keines mehr Konservierungsstoffe. Steht trotzdem auf allen Lebensmittel Etiketten drauf. Man könnte auch drauf schreiben: Diese Gurke enthält keinen Quark. Oder: Wer das liest ist doof. Hätte wahrscheinlich ähnlichen Unterhaltungswert. Es ist ja gut, dass wir fast keine Konservierungsstoffe mehr drin haben, aber ich frage mich: Wie soll man denn da als Verbraucher noch etwas ernst nehmen, was man konsumiert? 

Bio Siege

Fehler machen, aber richtig - mal etwas andere Lebensmittel Siegel für Verbraucher

Wäre es nicht schön, wenn es Produkte geben würde, auf denen steht: Leute, dieses Produkt ist noch nicht ganz perfekt, aber wir tun unser bestes? Wäre es nicht schön, wenn es Politiker geben würde, die uns sagen: Entschuldigung, wir haben da einen Fehler gemacht. Oder: Sorry, das wird teuer. Oder: Da kenne ich mich nicht aus. Ohne, dass wir sie dann gleich dafür feuern. Wäre es nicht schön, wirklich zu wissen, wie etwas hergestellt wurde? Ohne dass man nachfragen muss? 

Welchen Siegeln kann man als Verbraucher noch glauben?

Glaubwürdigkeit gewinnt man bekanntermaßen durch Ehrlichkeit, durch Loyalität, durch Erfahrung. Kennt ihr noch diese alte Sage von dem Mädchen, das vor den Toren der Stadt schreit: „Die Wölfe kommen, öffnet die Tore!“ Dann waren da aber keine Wölfe. Und als sie dann wirklich kamen, öffnete niemand das Tor, weil man dem Mädchen nicht mehr glaubte. Mal abgesehen davon, dass Wölfe eigentlich nur in Sagen gefährlich sind: Die Leute haben doch Recht, wenn sie irgendwann nichts mehr glauben und vom Marketing enttäuscht sind, oder? 

Und geht beim Verbraucherverhalten auch etwas schief?

Vorgestern gab es diese schräge Schlagzeile: „Peking schaut live Sonnenaufgang auf großem LED-Bildschirm.“ Weil man die Sonne vor lauter Smog nicht mehr sieht. In Deutschland müssen die Behörden ab einem (hier näher erklärt) Wert von 50 auf Luftverschmutzung reagieren. Peking hat im Januar den Wert 845 erreicht. Und jetzt das Paradoxon: Wie werden diese Super-Bildschirme betrieben? Mit Kohle-Verbrennung. In Pekinger Büros werden gegen diese verpestete Luft Filtermaschinen aufgestellt. Und jetzt ratet mal, mit was die laufen? Genau. Auch nicht wirklich richtig, oder? 

Energiewende in Deutschland durch Siegel-Labirinth ausgebremst?

In Deutschland gibt es aktuell einen Trend, den Stromanbieter nicht zu wechseln, der Grund: mangelnde Transparenz, man traue dem Ökostrom Anbieter nicht – und man wisse nicht, was jetzt wirklich sauber und öko ist. Vor allem, wenn „Biostrom“ plötzlich absurderweise aus dem Atomkraftwerk kommt. Kleiner Tipp: Ich wüsste da einen wirklich nachhaltig erzeugten Ökostrom… 

Es ist also nicht genug, plötzlich überall ein Bio-Siegel draufzukleben, und dreckige Luft wieder sauber zu waschen, oder George Clooney im Südsudan Werbung für angeblich nachhaltigen Kaffee machen zu lassen. Wir müssen tiefer gehen, einen Schritt weiter denken, dorthin wo man weiß: das ist wirklich gut. Das gibt es, versprochen.  

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