Den uns geneigten Leser wird es vielleicht wundern, aber: Ja, es gibt sie. Ja, es gibt Menschen, die den Klimawandel leugnen. Oder zumindest skeptisch betrachten. Denn auf die meisten Fragen gibt es mehrere Antworten – je nach individueller Perspektive, politischer Einstellung oder wirtschaftlichem Interesse des Befragten. Warum erwärmt sich das Klima? Wie schnell? Wie sehr? Wohin führt das? Was sind die Folgen des Klimawandels? Sind wir Menschen schuld? Können wir überhaupt noch gegensteuern? Und wenn ja, wie dringend müssen wir etwas tun? Die Antworten hängen davon ab, wen man fragt. Und wen Journalisten fragen, wenn sie über den Klimawandel berichten, kommt auf das öffentliche Klima an – auch das kann sich erhitzen.

Klimawandel Folgen

Nehmen wir den Klimawandel ernst genug?!

Das letzte Mal richtig heiß wurde es in Deutschland nach der Katastrophe in Fukushima. Da trat endlich einmal die sooft vorherrschende Angst um den eigenen Lebensstandard und die Sorge um wirtschaftliche Interessen hinter einer ernsthaften Auseinandersetzung mit der Zukunft unseres Planeten zurück. So kamen in den Medien vermehrt die Menschen zu Wort, die den Klimawandel sehr ernst nehmen. Und daher die Energiewende für überfällig halten. Selbst der Weltklimarat IPCC wurde mehrfach öffentlich und nicht mehr nur von Fachzeitschriften um Rat gefragt. Schließlich wurde der Atomausstieg beschlossen – zwar erst bis 2020, aber immerhin. Doch vor lauter Skalen, Werten und Vergleichen, als Teil politischer Strategiepapiere und klimafreundlicher Aktien verlor der Normalbürger nach dem Hype im Frühling 2011 schnell wieder den persönlichen Bezug zum Problem. Der Klimawandel und seine Folgen sind aber immer noch da – nur völlig abstrakt. Denn wirklich spürbar sind die Klimawandel-Folgen im Alltag doch nicht... Sind sie nicht. Oder?

Klimawandel Folgen

Klimawandel-Folgen hautnah

Gar nicht so leicht zu beantworten. Weil sich der Klimawandel vielfältig bemerkbar macht, beeinträchtigen seine Folgen das Leben jedes Menschen unterschiedlich. Stark oder schwach. So gibt es Menschen, für die ist der Klimawandel bereits bitterer Ernst – abseits von allen abstrakten Bedrohungsszenarien, außerhalb medialer Aufmerksamkeit.
Aber ich will wissen, wer diese Menschen sind. Ich will ihre Geschichten hören. Deshalb begeistert mich der Film "reality or no reality. a little bit of both." eines jungen Dresdner Teams. Sie wollen das so komplexe wie komplizierte Phänomen aus ganz persönlichen Perspektiven erzählen. Dazu besuchten die Filmemacher Dorit Jeßner, Martin David, Felix Göpfert und Uwe Nadler im Herbst 2011 Kleinbauern in Bolivien, die bereits stark von den Folgen des Klimawandels betroffen sind. Trotz Dürre, trotz Überschwemmungen, nehmen sie die Veränderungen ganz unterschiedlich wahr. Auch vom Klimawandel haben Einige noch nie gehört. Und wir hier in Deutschland? Der Klimawandel bringt schließlich Probleme mit sich, die wir Europäer mit den bolivianischen Kleinbauern kurz oder lang gemeinsam haben werden. Wie bewusst ist uns das eigentlich? Was macht das mit uns? Gibt es ein gemeinsames Problembewusstsein? Das wird der Film zeigen. Sobald die restliche Finanzierungsteht, wollen die Dokumentarfilmer in Deutschland nach den Folgen des Klimawandels auf Spurensuche gehen.

Wir nehmen den Klimawandel ernst

Für uns ist die Energiewende unausweichlich. Deswegen ist unser Wechsel zu einem Ökostrom und Ökogas Produkt richtig wichtig, anbietern würden sich zum Beispiel Wirklich Ökostrom und Wirklich Ökogas von Polarstern. Der Klimawandel ist ein Argument – wird aber erst begreifbar, wenn wir uns die Geschichten von den Menschen anhören, die seine Folgen bereits direkt erleben. Wir brauchen mehr solcher Filme, mehr Bilder, mehr Dokumentationen, mehr Reportagen über den Klimawandel und dessen Folgen! Aus Bolivien oder Kambodscha. Dann gibt es da nichts mehr zu leugnen.

Bilder: ravir film GbR

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