Kinder: Bambi hilft uns nicht | Polarstern
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Kinder: Bambi hilft uns nicht

Die Welt ist wertvoll. Die Natur ihr Vermögen. Hilf mit, sie zu bewahren und steig um auf  eine vollkommen erneuerbare Energieversorgung. Das bedeutet: Wirklich Ökostrom und eben auch Wirklich Ökogas. Beides gibt’s bei Polarstern. Denn wenn wir sicherstellen wollen, dass auch unsere Urenkel noch Natur wie Wald, Feld und Wiesen erleben, müssen wir unser Verhalten ändern. Wir haben eine Chance, wenn wir jetzt aktiv werden und umsteuern. Mach mit! Ergreif sie! Damit wir gemeinsam die Natur bewahren. Für unsere Kinder. Und ihre Kinder. Denn Kinder brauchen Natur. Erinnerst du dich noch an früher?

Natur Kinder

Ich erinnere mich gerne an mich in klein. Als Kind war ich häufig mir selbst überlassen. In der Natur auf einer Wiese. Im Wald. Am Strand. Irgendwo. Wir bauten Lager und ernteten unreife Maiskolben. Das klingt romantisch. Aber das war es nicht. Oder nicht nur. Ich erinnere mich auch an Todesangst im Gebirge als links und rechts kleine Kieselsteine unter meinen Füßen in den Abgrund rasselten. Und an riesige Mückenstiche. Einmal war mein linkes Auge so stark angeschwollen, dass ich über Tage nichts mehr sehen konnte. Heute bin ich größer und meine Perspektive gegenüber Natur ist eine andere: Wenn im Frühling die Bäume wieder im Wind rauschen, bin ich jedes Mal ganz überrascht, wo die vielen Blätter denn so plötzlich  herkommen. Ein verregneter August ist erträglich, weil ich eh arbeiten muss. Und die lila Alpenveilchen, die mir mein Vater zum Einzug in meine neue Wohnung geschenkt hat, sind erschreckend schnell vertrocknet. Wenigstens der erste Schnee ist nach wie vor ein magisches Ereignis. Ich sehe Schneeflocken und darf mir was wünschen. Die Romantik der Natur von früher ist für einen kurzen Moment zurück.

Naturerlebnisse sind im erwachsenen Alltag so selten, dass ihnen ein hoher Stellenwert eingeräumt wird. Oft gilt alles Natürliche pauschal als gut – gefährliche Parasiten und ein Löwe, der ein Zebra niederreißt, werden ausgeblendet. Selbst Jäger in deutschen Wäldern gelten als Mörder. Man nennt das, das Bambi-Syndrom. Der Mensch sperrt sich moralisch aus der Natur selbst aus. Er hält sich für ihren größten Feind. Es gilt eben nicht: Dort der Apfelbaum, die Mohnblume, die Nacktschnecke, und hier, wir, die Menschen mit unserem ganzen Stolz: dem Fortschritt. All dem, was wir mühevoll aus der Natur gemacht haben. Womit wir von ihr fortgeschritten sind – auf die andere Seite. Wir stehen der Natur gegenüber. Mit uns unsere Technik, unsere Maschinen, unser Leben. Aber warum? Was sind wir denn, wenn nicht Teil der Natur?

Wer heute wandern geht, begegnet kaum Schmetterlingen – und fast keinen Kindern. Manchmal frage ich mich: Vertreiben wir unsere Kinder aus dem Paradies, weil wir Angst haben, dass sie entdecken, was wir durch unsere Lebensweise zerstören? „Wahre“ Natur ist menschenleer: Bäume, Wiesen, Rotkehlchen, Stille. Viele Kinder erleben Natur unter der Fuchtel ihrer Eltern vor allem mit schlechtem Gewissen. Klassische kindliche Erfahrungsräume sind Cello-Unterricht, Fechttraining und Englisch-Konversationskurs gewichen. Dabei füllt das abstrakte Denken nur eine winzige Bandbreite der uns zur Verfügung stehenden Wahrnehmungskräfte, sagt US-Amerikaner Jon Young. Er ist der Vater des „Coyote Mentoring“. Sein Ansatz ist in die Programme zahlreicher, auch europäischer Wildnisschulen eingeflossen. Was man dort lernt? Eine britische Studie hat statistisch nachgewiesen, dass sich inzwischen mehr Kinder verletzen, weil sie aus dem Bett fallen anstatt aus Bäumen. Und das liegt nicht daran, dass sich Kinder in den letzten Jahren zu begnadeten Baumkletterern entwickelt hätten.

Die Entfernung zwischen Kindern und Natur ist gut dokumentiert. Die Folge: emotionale Bindungsfähigkeit verkümmert, Empathie, Phantasie, Kreativität und Lebensfreude schwinden. Im Durchschnitt werden bei Kindern immer öfter Depressionen und Übergewicht diagnostiziert. Zwischen 2005 und 2008 stieg die Zahl der Ritalin-Verschreibungen um ein Viertel. Gleichzeitig ist Natur nicht mehr Lebensraum, sondern sie wird besichtigt: Mit der Klasse geht es am Wandertag bei Regen ins Museum, bei gutem Wetter in den Wald. Nachmittags setzt sich das Leben in Innenräumen fort: „I like to play indoors better, ’cause that’s where all the electrical outlets are.“ zitiert Richard Louv den jungen Paul in seinem vielbeachteten Buch „Last Child in the Woods“. Louv spricht vom „Nature Deficite Syndrom“. Modernes Leben macht unsere Kinder krank. Krank durch Mangel an Natur.

Ich möchte glücklich leben und das mit der Natur. Ich möchte mithelfen den Weg des Fortschritts umzudrehen, sodass er uns zurück in die Natur führt. Wir machen gemeinsam die Wende – im Sinne kommender Generationen. Es ist an der Zeit Kinder wieder ohne Aufsicht in der Natur zu lassen, anstatt ohne Aufsicht ins Internet. Für viele Gefahren, die draußen warten, werden Kinder kindgerechte Lösungen finden. An Ideenreichtum wird es nicht mangeln. Mehr Matsch für alle! Und wer bei seinen Kindern die Abenteuerlust erst wieder entfachen muss, kann sich auch erstmal eine Folge altes Fernsehen ansehen: Unter dem Stichwort „Tom Sawyer“ finden sich Gott sei Dank noch 14.700.000 Ergebnisse in 0,2 Sekunden und entsprechendes Filmmaterial. Kinder brauchen Natur und die Natur braucht sie. Wie sollen sie sonst schützen, was sie nicht kennen? Die Beziehung ist überlebensnotwendig für beide.

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