Sommer, Sonne, Sonnenschein und kaum Stromkosten. Denkste! Dein Strombedarf ist fast ganzjährig ähnlich hoch. Und bei energieeffizienten Gebäuden, wie einem KfW-Effizienzhaus 40, 40 Plus, 55 oder Passivhäusern verursacht er oftmals sogar den Großteil deiner gesamten Energiekosten – mehr als das Heizen. Wir haben uns diese Aspekte genauer angesehen und geben dir Tipps, wie du deine Energiekosten künftig noch wirkungsvoller reduzieren kannst.

 

Das Märchen vom automatischen Stromsparen im Sommer.

Gefühlt sparen wir im Sommer nicht nur Wärme, sondern auch Strom – immerhin brauchen wir weniger künstliches Licht und verbringen die Abende eher im Garten als vor dem Fernseher. Aber stimmt diese Einschätzung wirklich? Nein, denn der Großteil der Geräte, die viel Strom verbrauchen, läuft weiterhin. Die Rede ist von Spülmaschine, Waschmaschine, Kühlschrank, Computer und Co. Das Licht, zumal immer häufiger mit LED-Technik sehr energieeffizient, macht oft nur noch einen Bruchteil des Strombedarfs eines Haushalts aus. Auch Warmwasser verbrauchst du ganzjährig ähnlich viel, so dass der Energiebedarf im Sommer für Strom und zur Warmwassererzeugung kaum geringer ausfällt als in anderen Jahreszeiten.

Umgekehrt wird gerade für die Kühlung von Räumen sogar mehr Strom benötigt: Als Reaktion auf hohe Temperaturen schaffen sich laut Fachverband Gebäude-Klima immer mehr Haushalte und kleine Unternehmen Klimaanlagen an. Im Jahr 2018 wurden bundesweit über 200.000 Klimageräte verkauft – rund ein Viertel mehr als zuvor. Das heizt jedoch den Stromverbrauch und das Klima an – sofern sie nicht mit Ökostrom betrieben werden.

Beim Heizen wiederum ist klar, dass du im Sommer weniger – oder gar keine – Energie aufwenden musst. Je älter und schlechter gedämmt dein Gebäude ist, umso stärker macht sich dieser Effekt bei langen Sommern auf der Jahresrechnung bemerkbar.

 

Klassiker unter den Stromspartipps im Sommer.

Du kannst die Sonne im Sommer gut nutzen, um Energiekosten zu sparen: Die Wäsche trocknet zum Beispiel von alleine an der Wäscheleine und der Trockner kann ausgeschaltet bleiben. Die Sonnenenergie kannst du dir aber auch mit Solarlampen, Solardusche und Solarladegeräten für Smartphone und Co. zunutze machen. Oder du sparst noch mehr Stromkosten durch eine eigene PV-Anlage. Weitere Tipps, wie du im Sommer Strom sparen kannst, findest du hier.

 

 

Strom hat einen unterschätzten Anteil an den Energiekosten eines Haushalts.

Während es beim Heizen im Winter einen klaren Peak gibt, verbrauchen wir über das Jahr hinweg relativ konstant Strom. Und der Anteil der Stromkosten wird immer wichtiger angesichts besserer Gebäudedämmung und neuen großen Stromverbrauchern wie Elektroautos, Wärmepumpen, aber auch als Folge der zunehmenden Vernetzung (Stichwort Smart Home).

 

So hoch ist das Stromspar-Potenzial.

Um einzuschätzen, wie viel Strom du sparen kannst, hilft dir der Stromspiegel. Er gibt an, wie hoch der Verbrauch von privaten Haushalten typischerweise ist. Ein Vergleich der höchsten und niedrigsten Verbräuche von Haushalten in Mehrfamilienhäusern zeigt beispielsweise ein Einsparpotenzial von etwa 400 bis 1.800 € - abhängig von der Anzahl der Bewohner und Art der Warmwasseraufbereitung.

 

 

Sparpotenziale im Haushalt
So hoch sind die Sparpotenziale im Haushalt.

 

Um wirklich effiziente Stromsparmaßnahmen zu ergreifen, musst du zunächst deinen Verbrauch genau kennen und wissen, wo du im Haushalt besonders viel Strom nutzt. Das geht zum Beispiel mit einem Strommessgerät. Daraufhin kannst du dein Verhalten entsprechend anpassen und Stromspartipps umsetzen.

>>>> Auch diese kostenlosen Energiespar-Apps können wir dir empfehlen.

Der Vorteil beim Strom Sparen: Deine Maßnahmen wirken das ganze Jahr lang und sind somit - konsequent umgesetzt - sehr wirkungsvoll. Übrigens: Durch die steigende Energieeffizienz von Gebäuden sinkt der Anteil der Wärmeenergie und dein Stromverbrauch wirkt sich immer stärker auf deine Gesamtenergiekosten aus. Inzwischen kannst du in vielen KfW-Effizienzhäusern sogar mehr Geld sparen, indem du deinen Strom- anstelle des Heizverbrauchs regulierst.

 

Hoher Stromverbrauch trotz eigener PV-Anlage.

Wer mit einer Photovoltaikanlage selbst Strom erzeugt und nutzt, senkt dadurch seine Energiekosten. Doch der Stromverbrauch ist deshalb nicht unbedingt geringer. Schuld ist der sogenannte Rebound-Effekt: Wenn die Sonne scheint, wird der erzeugte Strom oft „verschwendet“ – zum Beispiel für eine nur halb volle Waschmaschine. Daher ist das Sparpotenzial auch mit einer PV-Anlage hoch, indem man die erzeugte Energie bewusster einsetzt.

Wer eine Photovoltaikanlage hat, dem eröffnet sich aber noch eine weitere Chance, Strom zu sparen: Er kann smarte Haushaltsgeräte so vernetzen, dass automatisch die vorhandene Sonnenenergie genutzt wird. Das reduziert den Energieverbrauch zwar nicht, senkt aber die Energiekosten. Denn selbst erzeugte und genutzte Energie ist derzeit rund 60 % günstiger als Strom aus dem öffentlichen Netz.

 

 

Große Bedeutung des Stromverbrauchs bei KfW-Effizienzhäusern.

Wenn du dich fragst, wie viel Energie du sparen kannst, ist der Energiestandard deines Gebäudes ein wichtiger Punkt. Denn energieeffiziente Gebäude haben einen etwa 70 % geringeren Heizwärmebedarf als ein durchschnittliches Wohnhaus.

 

 

Anteil von Strom und Heizen am Energiebedarf
So hoch ist der Anteil von Strom am gesamten Energiebedarf.

 

In einer 100-Quadratmeter-Wohnung in einem Passivhaus liegt der Anteil des Strombedarfs am Gesamtenergiebedarf bei bis zu 80 %. Bei einem KfW-Effizienzhaus 55 sind es bis zu 60 %. Du kannst hier also mit einem bewussten Stromverbrauch sehr viel Kosten sparen.

 

Sparfalle Smart Home.

Bei Neubauten wird nicht selten auch über smarte Haushaltsgeräte nachgedacht. Diese vernetzten Geräte sorgen aber nicht unbedingt für einen niedrigeren Stromverbrauch. Im Gegenteil kann der Verbrauch durch den vernetzten Bereitschaftsdienst solcher Geräte sogar steigen, das zeigt eine Studie des Borderstep Instituts: Das Institut errechnete pro einen Haushalt, in dem große Verbraucher wie Kühlschrank und Waschmaschine sowie die Beleuchtung smart vernetzt sind, einen Mehrverbrauch von 330 kWh pro Jahr. Damit würde ein Anstieg der Stromkosten um 100 € einhergehen.

>>>> Hier erfährst du mehr zum Rebound-Effekt.

Deshalb sollten smarte Geräte besser nur als Ersatz für bestehende Geräte gekauft und explizit dort eingesetzt werden, wo zuvor viel Energie verschwendet wurde. Denn häufig dient die Vernetzung eher dem persönlichen Komfort und spart am Ende keine Energie.

 

 

Grüner Strom wird immer wichtiger.

Auch mit Effizienzhäusern, neuer Technik, Smart Home und immer mehr eigenen PV-Anlagen, müssen wir immer stärker auf unseren Stromverbrauch achten. Die Frage, woher der Strom kommt, wird relevanter denn je. Energie aus fossilen Quellen geht stets mit der Ausbeutung von Ressourcen und der Erhöhung der CO2-Emissionen einher. Das alles vermeidest du mit Strom aus erneuerbaren Quellen.

>>>> Hier geht´s zum Tarifrechner für Wirklich Ökostrom von Polarstern.

Damit du Strom günstig und umweltfreundlich nutzen kannst, bietet dir Polarstern unterschiedliche Ökostromtarife. Neben Wirklich Ökostrom gibt es auch spezielle Tarife für Wärmepumpen, Elektroautos und PV-Anlagen.

>>>> Umweltfreundlich heizen kannst du mit Wirklich Ökogas von Polarstern.

 

 

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