Löcher stopfen, Gemüse einlegen, mit Backpulver putzen: Viele ganz alltägliche Tipps für mehr Nachhaltigkeit können wir uns von unseren Eltern und Großeltern abschauen. 

von Tabatha

Vermutlich haben sie dabei gar nicht an Nachhaltigkeit gedacht, vielmehr machen sie es, weil es einfach praktisch und preiswert ist. Wir bei Polarstern haben unsere Eltern und Großeltern nach ihren nachhaltigen Evergreens gefragt – und tolle Tipps erhalten. Die teilen wir natürlich auch mit dir!

 

Back to the roots – Nachhaltigkeit muss nicht immer fancy sein.

Nachhaltig zu leben, bedeutet Ressourcen zu schonen – und die zu nutzen, die schon da sind. Ältere Generationen machen das im Alltag teilweise ganz automatisch: Unsere Omas und Opas leben in einigen Bereichen sogar nachhaltiger als wir Jungen. Es ist einfach praktisch für sie, den eigenen Beutel beim Einkaufen mitzunehmen und kostensparend, die alte Hose eben doch nochmal zu flicken, bevor eine neue gekauft wird. Auch was unsere handwerklichen Fähigkeiten angeht, sind uns die Großeltern oftmals voraus: Während wir schnell ein neues Teil bei Amazon bestellen, schnappt sich Opa eher seinen Werkzeugkoffer und schaut erstmal selbst nach. Eine super Einstellung!

>>> Wann sich ein neues Gerät für die Umwelt lohnt, erfährst du hier.

Jeder, der schon mal erfolgreich einen hartnäckigen Fleck aus einem weißen Hemd bekommen hat, weiß, wie befriedigend es sein kann, das „Problem“ selbst zu lösen – und weder Geld noch Ressourcen dafür zu verschwenden.

Laut dem statistischen Bundesamt stiegen die Konsumausgaben privater Haushalt zwischen 2013 und 2018 um rund 10,5 %. Wir konsumieren immer mehr, dabei können wir uns ein paar total einfache und preiswerte Evergreens von Oma und Opa abschauen und fast automatisch nachhaltiger leben.

 

 

 

Nachhaltige Tipps unserer Eltern & Großeltern.

Wir haben im Polarstern-Kreis herumgefragt und die besten nachhaltigen Tipps unserer Eltern und Großeltern für dich zusammengetragen. Los geht´s:

 

Tipp 1: Deine alte Kleidung muss nicht in den Müll wandern.

„Nein, Oma. Die Hose habe ich so gekauft, die SOLL Löcher haben.“ – ein Gespräch, das man als Teenager bestimmt mal geführt hat. Denn Löcher in Klamotten sind für Großeltern schon immer ein Fall für die Nähmaschine gewesen. Sie flicken ihre (unabsichtlich) gerissene Hose eher, bevor sie direkt eine neue kaufen. Garantiert hilft dir deine Oma beim Socken stopfen und Löcher flicken. Im Zweifel: Geh zum Schneider. Das ist meist immer noch günstiger und nachhaltiger als der Neukauf.

Viele Eltern bei Polarstern haben uns auch vom „Hosen-Kreislauf“ ihrer Kinder erzählt:

 

„Aus einer Strumpfhose wird eine Leggins, aus der Leggins wird eine kurze Hose. Meine Mädels besitzen keine einzige gekaufte kurze Hose und sie lieben ihre Leggins über alles, in jedem Zustand. Ähnliches mache ich mit langärmligen Shirts, die Löcher an den Bündchen oder Ellbogen haben.“ – Anja von Polarstern

 

Auch bei Simones Oma Maria, einer gelernten Schneiderin, werden Hosen, die zu kurz sind, am Bund aber noch gut passen, einfach gekürzt. Diesen Tipp hat ihre Mutter umgesetzt und nun auch sie selbst – und das klappt super.

 

 

 

Die Mutter von Polarstern-Gründer Flo wiederum behält alte Stoff-Windeln und nutzt sie als Lappen. Dafür eignen sich übrigens auch alte T-Shirts, die du nicht mehr anziehen möchtest. Schneide sie dir einfach zurecht und schon hast du einen super Putzlappen. Alte Hemden wandern bei Flo´s Mutter übrigens nicht ins Putzregal, sondern in die Verkleidungskiste für die Enkelkinder. So kommt nichts weg und die Kids haben riesigen Spaß!

>>> Nachhaltige Mode gibt´s bei diesen Sozialunternehmen.

Aus alt mach neu: Dreifach-Mama Anna aus dem Marketing-Team hat von ihrer Mutter den Tipp, alte Kleidung und Stoffreste einfach für das Nähen neuer Dinge zu nutzen. So wird aus alten Jeans ganz leicht ein Wäschebeutel oder aus ein paar Shirts eine Decke. Auch Jutebeutel lassen sich super selbst nähen.

 

Tipp 2: Du kannst Verpackungen aus dem Supermarkt vielseitig wiederverwenden.

Wer bei seinen Großeltern zum Essen eingeladen ist, der verlässt das Haus selten ohne irgendwelche leckeren Kleinigkeiten. Wir haben dabei schon öfter erlebt, dass statt Tupperware die Plastik-Verpackungen vom Kartoffelsalat oder ausgewaschene Marmeladen-Gläser zum Einsatz kommen. Auch schon bei den Großeltern gesehen: Die Plastikverpackung des Klopapiers wird als Mülltüte für den kleinen Mülleimer im Badezimmer genutzt.

Verpackungen, die du nicht vermeiden kannst, lassen sich also sinnvoll weiterverwenden. Das macht die ganze Sache gleich viel nachhaltiger!

 

Tipp 3: So brauchst du Essensreste kreativ und nachhaltig auf.

Eigentlich klar, dass es nachhaltiger ist, kein Essen wegzuwerfen. Doch niemand hat die Kunst des Reste-Essens so perfektioniert, wie unsere Eltern und Großeltern. Der Klassiker im Polarstern-Kreis: Aus altem Brot einfach arme Ritter machen. Bei Anjas Familie wird aus den Resten von Semmeln und Baguette gerne mal Brotauflauf mit Kirschen und Vanillesauce. Und Anna aus dem Marketing-Team nutzt übrig gebliebene Brötchen für Semmelknödel.

Besonders Obst und Gemüse finden bei unseren Großeltern eigentlich immer eine Verwendung. Bei Social Media Managerin Anna legen Mama und Oma gerne mal Gemüse ein oder fermentieren es, damit es sich länger hält. Und die Oma von Redakteurin Tabatha lässt Früchte nicht verschimmeln: Mit etwas Zucker und Zeit wird daraus eine super Marmelade, die auch ein tolles Geschenk für Freunde und Familie bietet.

 

Tipp 4: Leg selbst Hand an und repariere Dinge.

Opa Rainer, der Vater von Anja, ist für jede Situation gewappnet, wenn es um Reparaturen geht. Mit dem Werkzeugkoffer ausgerüstet, werden die Spielzeuge der Enkelkinder repariert – oder sogar ganz umgebaut. So hat er schon aus einem für die Kinder weniger spannenden Puppenhaus einen Pferdestall mit Paddock gebaut, den die Enkel nun richtig super finden. Klar, hier spielt der Zeitfaktor eine große Rolle, aber so ein heiß geliebtes Kinderspielzeug ist den Aufwand allemal wert!

>>> Warum sich das Reparieren und Recyceln lohnt.

 

Tipp 5: Gemüse und Kräuter kannst du selbst anbauen.

Viele Großeltern unserer Polarsterne leben auf dem Land und haben einen eigenen Garten, in dem sie Gemüse und Kräuter prima selbst anbauen. Das ist natürlich ideal! Wenn du es auch satthast, Paprika, Gurken und Kräuter in Plastik verpackt zu kaufen, kannst du in deiner Stadtwohnung einige Kräuter auf dem Balkon oder an einem hellen Fensterplatz züchten, etwa Basilikum, Petersilie und Kresse. Noch nachhaltiger wird’s mit dem Tipp von Anna, die Kräuter- und Pflanzensetzlinge einfach selbst zieht. Anleitungen für verschiedene Sorten findest du unter anderem auf Pinterest.

>>> Hier geht´s zu unseren nachhaltigen Gärtnertipps auf Pinterest.

 

Tipp 6: Natürliches Reinigungsmittel spart dir den Griff zur Chemie.

In der Familie von Polarstern-Mitarbeiterin Magdalena wird zum Entkalken kein chemisches Mittel genutzt, sondern ganz einfach Essig oder Zitrone. Super Sache! Das mit dem natürlichen Putzen klappt auch bei Annas Großeltern super: Backpulver oder Essig ersetzen da die Chemikalien. Zum Beispiel kannst du allein mit Wasser und einem Päckchen Backpulver dein Spülbecken super sauber bekommen. Auf Pinterest findest du unsere Tipps für natürliches Putzen.

Ein super Evergreen zum Thema Waschen hat die Mutter von Polarstern-Gründer Simon: „Kleidung mit Obstflecken kann man über die Kaffeemaschine spannen und dann das heiße Wasser darüber brühen – weg ist der Fleck.“ Trocknen kannst du deine Wäsche wie Tabathas Oma über der Wäscheleine im Garten, um dem Trockner eine Auszeit zu geben. Auch drinnen auf dem Wäscheständer dauert es wirklich nicht lange. Nur bitte das Lüften nicht vergessen, sonst droht Schimmel.

 

Tipp 7: Wasser kannst du doppelt nutzen.

Unsere Großeltern gehen oftmals auch mit Wasser sparsam um: Übriges Wasser aus dem Wasserkocher oder vom Salatwaschen nutzen sie, um Pflanzen zu gießen oder Dinge zu putzen. Auch der Abwasch wird bei Oma und Opa in einem gefüllten Waschbecken erledigt, statt den Wasserhahn nonstop laufen zu lassen. Gerade die Verschwendung von Warmwasser ist bei uns zu vermeiden.

 

Tipp 8: Dein Kaffeesatz hat´s in sich.

Ein super Tipp für alle Hobby-Gärtner ist dieser natürliche Dünger: Kaffeesatz. Du kannst einfach 1-2 Teelöffel unter deine Blumenerde mischen oder das Düngen mit dem Gießen kombinieren, indem du Kaffeesatz und Wasser im Verhältnis 1:1 mischt. So werden das Wachstum und die Blütenbildung der Pflanze angeregt. Nur bei Setzlingen besser auf diesen Trick verzichten, das Koffein schadet ihnen.

 

Tipp 9: Papierreste eignen sich als Notizzettel und Kinderspielzeug.

Ungewollte Post und Fehldrucke werden bei Anjas Kindern zum Kritzelpapier. Zugeschnitten machen sich solche Papierreste auch super als Notizzettel. Und wer eine Lieferung in großen Kartons bekommt und Kinder hat, kann daraus ein super Spielhaus für die Kleinen basteln. Kleinere Kartons kannst du – wenn du sie vorsichtig öffnest – auch einfach wiederverwenden, um deine eigenen Pakete zu verschicken, wie es auch Annas Oma und Mama machen.

Zeitungspapier kommt bei vielen Großeltern als Verpackungsmaterial zum Einsatz; zum Beispiel für Gläser oder zerbrechliche Dekoration.

 

Evergreen „Erneuerbare Energie“.

Die Evergreens unserer Eltern und Großeltern sind klasse, um bestehende Ressourcen im Alltag sinnvoll zu nutzen. Nachhaltigkeit fängt im Kleinen an, deshalb sind es oft genau diese einfachen Tipps, die wirklich etwas bringen.

>>> So profitierst du persönlich von einem nachhaltigen Lebensstil.

Eine weitere, super einfache Maßnahme mit großer Wirkung ist der Wechsel zu grüner Energie. Sie wurde auch schon lange vor unserer Zeit zuhause genutzt: mit Sonnenkraft die Wäsche getrocknet und ihre Wärme zum Heizen der Wohnräume gezielt genutzt. Erneuerbare sind also gewissermaßen ein absolutes Evergreen aus alten Zeiten.

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