Energiewende in der Stadt mit Mieterstrom. | Polarstern Magazin

PV-Anlagen kennst du wahrscheinlich vor allem im ländlichen Räumen. Aber 54 % der Deutschen leben in Mehrfamilienhäusern in der Stadt. Wie also kann die Energiewende in der Stadt gelingen und was hast du als Mieter davon?

Wird auf bzw. in Mehrfamilienhäusern Energie erzeugt, sparst du als Bewohner Energiekosten, unterstützt die Energiewende und den Klimaschutz und kannst sogar immer öfter auch smarte Services nutzen, die dir das Leben bequemer machen. Weshalb Mieterstrom DIE Chance für die städtische Energiewende ist und wie unsere Projekte in Mehrfamilienhäusern aussehen, liest du hier.

 

Mieterstrom – kurz erklärt.

Die Idee von Mieterstrom ist relativ simpel: Strom wird lokal mit einer Photovoltaikanlage (kurz PV-Anlage) oder einem Blockheizkraftwerk (BHKW) erzeugt und direkt an die Bewohner des Hauses geliefert. Dabei profitieren sie direkt von günstigem Ökostrom. Außerdem kann dieser Strom auch für die Wärmeversorgung, für E-Car-Sharing-Angebote und vieles mehr genutzt werden.

Wie kommt nun Mieterstrom auch zu dir? Das hängt vom Besitzer des Gebäudes ab, in dem du wohnst. Er schließt als Immobilieneigentümer in der Regel einen Vertrag mit einem Mieterstrom-Dienstleister wie Polarstern. Dieser übernimmt die Planung und Installation der Anlagentechnik, mit der die lokal benötigte Energie erzeugt wird. Je nach Vertrag sind neben der Energieversorgung der Bewohner auch noch weitere Dienstleistungen enthalten. Natürlich hat jeder Mieter die freie Wahl, ob er Mieterstrom beziehen will.

Wir bei Polarstern planen, finanzieren, realisieren und betreiben Mieterstromprojekte deutschlandweit.

>>>> Mehr zu Mieterstrom bei Polarstern findest du hier.

 

3 Vorteile für Mieter durch Mieterstrom:

Mieterstrom ist die Lösung, damit in Mehrparteienhäuser in Berlin, München, Stuttgart, aber auch in mittleren und kleineren Städten mehr saubere Energie erzeugt und genutzt wird. Dabei hast du als Mieter drei große Vorteile:

  • Du beziehst lokal erzeugten, grünen und preiswerten Strom.
  • Du profitierst von niedrigen Wohnnebenkosten bei Verknüpfung von Strom- und Wärmeversorgung.
  • Du hast Vorteile durch smarte Vernetzung und Zusatzservices.

 

Grüner und preiswerter Strom.

Wenn du Mieterstrom beziehst, tust du nicht nur der Umwelt etwas Gutes und unterstützt die Energiewende in der Stadt – du sparst auch bares Geld. Wie das geht? Ganz einfach: Für lokal erzeugten Strom entfallen gewisse Bestandteile des Strompreises wie Netzentgelte oder auch die Stromsteuer. Das macht den Strom günstiger als Strom aus dem öffentlichen Netz – und das nachhaltig. Schließlich steigen seit Jahren die Strompreise und dem setzt du mit Mieterstrom eine echte Strompreisbremse entgegen. Wird der lokal erzeugte Strom außerdem in der Wärmeversorgung und in der Mobilität genutzt, ergeben sich für dich weitere Umwelt- und Preisvorteile.

Preisvorteile-Mieterstrom
Diesen Preisvorteil hast du durch Mieterstrom.

Mieterstrom im Neubau und Baubestand.

Mieterstrom macht nicht nur in neuen Gebäuden Sinn. Auch bestehende Immobilien können sich für diese dezentrale Energieversorgung eignen. Sogar denkmalgeschützte Gebäude kommen in Frage. Ja, du hast richtig gelesen.

Ein Beispiel: Bei unserem Mieterstrom-Projekt in Freiburg Haslach-Südost wurden zwölf Wohngebäude saniert und dabei zusammen mit Polarstern eine dezentrale Mieterstromversorgung realisiert: Mehrere vernetzte Photovoltaikanlagen versorgen die Mieter nun mit lokalem Solarstrom. Eine hohe Teilnahmequote ermöglicht eine Strom-Autarkie von 45 % und entsprechend sinkende Stromkosten für die Bewohner. Gleichzeitig werden die städtischen Forderungen nach einem verstärkten Einsatz erneuerbarer Energien unterstützt.

 

Kostensenkung im sozialen Wohnungsbau.

Im Münchner Stadtteil Aubing haben wir unter anderem ein Mieterstromprojekt im sozialen Wohnungsbau umgesetzt. Besonders in Großstädten ist bezahlbarer Wohnraum immer schwieriger zu finden. Um Familien mit mittlerem und geringem Einkommen zu unterstützen und neue Wohngebäude energieeffizient und bezahlbar zu machen, bietet die dezentrale Energieversorgung mit Mieterstrom eine wichtige Chance.

In Aubing konnten so hohe Effizienzkriterien erfüllt und mit Photovoltaikanlage und Blockheizkraftwerk der Strompreis m 15 % verglichen zum Grundversorgertarif gesenkt werden. Das Beispiel zeigt, wie gut nachhaltige Energieversorgung und niedrige Energie- und damit Wohnkosten zusammenpassen.

>>>> Mehr zum Projekt erfährst du hier.

 

Sinkende Wohnnebenkosten durch Verknüpfung von Strom- und Wärmeversorgung.

Werden Strom- und Wärmeversorgung über Mieterstrom miteinander verbunden, sinken auch die Wohnnebenkosten.

Photovoltaikanlage und Blockheizkraftwerk ergänzen sich beispielsweise sehr gut: Das BHKW erzeugt als Kraft-Wärme-Kopplungsanlage dann Strom, wenn Wärme benötigt wird und die PV-Anlage wiederum erzeugt Strom, wenn meist keine Wärme zum Heizen benötigt wird, sondern im Gegenteil die Sonne scheint. Auf diese Weise wird vor Ort viel Strom selbst erzeugt und das senkt die Energiekosten.

Die Verbindung von Wärmepumpe und PV-Anlage wiederum ist bei Neubauten ohne Gasanschluss eine beliebte Kombination. Sie lohnt sich vor allem bei energieeffizienten Gebäuden, weil auch hier ein Großteil des benötigten Stroms selbst preiswert vor Ort erzeugt wird – für Elektrogeräte, genauso wie fürs Heizen und/oder Warmwasser.

Auch neue Lösungen und Techniken kommen im Mieterstrom zum Einsatz bzw. werden bereits erprobt: Bei Polarsterns Mieterstromprojekt im neuen Quartier Lok.West in Esslingen etwa erzeugen wir künftig mittels überschüssigem PV-Strom grünen Wasserstoff. Dieser wird im Verkehrssektor genutzt und hilft so, auch hier die Energiewende anzukurbeln.

Übrigens hilft Mieterstrom genauso die strengen Kriterien hoher KfW Förderungen für energieeffiziente Gebäude leichter zu erfüllen. Und je energieeffizienter ein Gebäude ist, umso niedriger ist sein Heizenergiebedarf und damit die Energiekosten der Bewohner.

 

Mieterstrom in denkmalgeschützten Gebäuden.

In Rheinau-Freistett haben wir bei Polarstern eine Mieterstromversorgung in einem alten Gasthof aus dem Jahr 1893 realisiert. Hier entstand durch Sanierung ein neues Wohngebäude. Eine Herausforderung ist es gewesen, die energetischen Anforderungen mit denen des Denkmalschutzes zu vereinen. Die Installation einer PV-Anlage war daher nicht möglich, stattdessen wurde ein Blockheizkraftwerk zur Strom- und Wärmeversorgung installiert. Damit werden bis zu 67 % des benötigten Stroms und sogar 100 % der benötigten Wärme erzeugt.

Das Beispiel zeigt, dass Mieterstrom auch bei denkmalgeschützten Gebäuden die Energiekosten reduziert und hilft, hohe Förderungen von der KfW zu erhalten.

 

Smarte Vernetzung und Zusatzservices.

Im Zuge der dezentralen Energieversorgung bieten sich auch smarte Vernetzungslösungen und zusätzliche Angebote rund um Elektroautos, E-Bikes & Co. an.

Future-Living-Berlin
In Berlin entsteht ein smartes Quartier mit vernetzter Energieversorgung.

Ein Beispiel dafür ist Future Living® Berlin – ein neues, smartes Quartier inklusive Mieterstromversorgung, das in Berlin-Adlershof entsteht. Zusätzlich zur Energieversorgung durch PV-Anlage, Wärmepumpen und Speicher gibt es dort Ladestellen für Elektroautos, die mit dem grünen Solarstrom vom Dach betrieben werden. Über einen „Wohnungsmanager“, ein Tablet, haben die Haushalte außerdem die Möglichkeit, ihren Stromverbrauch an die Solarerzeugung anzupassen und dadurch ihre Unabhängigkeit vom Stromnetz zu steigern. Sie werden beispielsweise informiert, wenn gerade besonders viel lokal erzeugter Strom zur Verfügung steht und können zu diesem Zeitpunkt Geräte wie Spül- und Waschmaschine anstellen, um ihn direkt zu nutzen. Zudem gibt es auf dem Campus smarte Waschmaschinen und eine sprachgesteuerte Beleuchtung. Was genau jeder Mieter davon nutzt, ist natürlich ihm selbst überlassen.

>>>> Mehr über das smarte Wohnen in Future Living® Berlin erfährst du hier.

 

Bessere Luft durch Elektroautos.

Wird lokal Strom erzeugt, denken viele Immobilienbesitzer auch über umweltfreundliche Zusatzangebote in der Mobilität nach: Dazu gehören Ladestationen für Elektroautos und Sharing-Angebote von E-Autos, E-Roller und E-Bikes. So sparst du als Bewohner auch hier Kosten und CO2, wenn du deinen Verbrenner stehen lässt oder sogar ausmusterst. Gleichzeitig atmest du bessere, saubere Luft. Du merkst schon: Smarte Technik und Umweltschutz lassen sich heute bereits sehr gut vereinen.

 

Mieterstrom: Unser Beitrag zur Energiewende im Strom-, Wärme- und Mobilitätsbereich.

Mieterstrom ist die Säule einer integrierten und vernetzen Energiewende in der Stadt. Vor allem, wenn der erzeugte Strom auch in der Wärmeversorgung und in der Elektromobilität genutzt wird. Damit ist die Rentabilität von Mieterstrom nicht mehr allein vom Stromverbrauch der Bewohner abhängig, sondern kann über andere Einsatzgebiete gefördert werden. Auch sinken sowohl Strom- als auch Wärmekosten und zum Teil Mobilitätskosten der Bewohner genauso wie die CO2-Emissionen.

Du bist neugierig geworden? Dann kannst du dich hier über Wirklich Mieterstrom von Polarstern informieren.

Auch kannst du die Mieterstromversorgung bei deinem Immobilienbesitzer ansprechen. Je mehr Menschen hinter der Idee stehen, desto größer ist der Beitrag zu Energiewende. Gehen wir es an!

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