PV-Anlage auf Haus mit Schornstein

In immer mehr Bundesländern, Städten und Gemeinden ist es schon oder wird es bald Pflicht, PV-Anlagen zu installieren – auf Neubauten, genauso wie bei Sanierungen. Dass die Solarenergie so gefragt ist, hat viele Gründe etwa die klaren Kostenvorteile sowie das Bewusstsein und der Beitrag den Solarenergie für mehr Klimaschutz leisten kann. Du willst mitmachen und auch eigenen Strom erzeugen und nutzen? Diese Vorteile bringt es dir.

von Tabatha

 

Der Markt für Solaranlagen und Speicher wächst weiter.

Rund 90 % der deutschen Haushalte halten die Energiewende für (sehr) wichtig. Eine hohe Handlungsbereitschaft in diesem Bereich weisen rund 75 % auf. Das zeigt zumindest das KfW-Energiewendebarometer 2020. Und tatsächlich wuchs der Solarmarkt im Jahr 2020 um rund 24 %.

Klar ist, immer mehr Immobilienbesitzer wollen eine Photovoltaikanlage haben. Beim Zubau sogenannter PV-Kleinanlagen mit einer Leistung von bis zu 10 kWp registrierte der Branchenverband Solarwirtschaft 2020 gegenüber 2019 ein Plus von 99 Prozent und damit nahezu eine Verdoppelung der Nachfrage. Nie zuvor wurden auf privaten Dächern mehr Solarstromanlagen installiert. Auch zeigt sich ein klarer Trend zu größeren Systemen. Und die PV-Pflicht, die in immer mehr Bundesländern oder Städten bzw. Gemeinden kommt, fördert allgemein diese Entwicklung immer mehr.

Gleichzeitig steigt das Interesse an Stromspeichern. Sie helfen, mehr eigenen Strom aus Photovoltaikanlagen zu nutzen, indem sie nicht direkt benötigten lokalen PV-Strom zwischenspeichern. Die Zahlen des Speichermarktes sprechen für sich: In 2020 wurden laut dem Bundesverband Solarwirtschaft (BSW Solar) 272.000 Heimspeicher installiert. Der BSW Solar betont außerdem, dass nahezu 70 % der heutigen Käufer von PV-Anlagen gleich einen Speicher dazu kaufen.

Zubau bei Solarbatterien gestiegen.
So stark ist der Zubau bei Solarbatterien gestiegen.

 

Solarenergie – der globale Boom.

Der Photovoltaik-Anteil an der deutschen Nettostromerzeugung liegt heute bei rund 10 %. Noch 7 Jahre zuvor in 2013 waren er mit knapp 5 % nur halb so groß.

Nettostromerzeugung in Deutschland 2020
So steht es um die Nettostromerzeugung in Deutschland 2020.

Auch weltweit boomt die Solarenergie: Die Internationale Energieagentur (IEA) schreibt in ihrem „Renewable Energy Market Update 2021“, dass die Erzeugungskapazitäten für Strom aus erneuerbaren Energien 2020 mit 45 % ein starkes Wachstum hingelegt haben, das es schon seit über 20 Jahren nicht mehr gegeben hat.

„Photovoltaik ist heute in den meisten Ländern durchgehend billiger als neue Kohle- oder Gaskraftwerke“ – World Energy Outlook 2020, IEA

Auch in Deutschland soll der Solarausbau stark gefördert werden. Kerstin Andreae, die Hauptgeschäftsführerin des Bundesverbandes der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) hält mindestens zehn GW jährlich für unverzichtbar. Das ist ambitioniert, vor allem da in den letzten 20 Jahren insgesamt 53 GW in Betrieb genommen wurden.

Dabei sollen laut Vorschlag des BDEW vor allem bürokratische Hindernisse aus dem Weg geräumt sowie das Flächenpotenzial ausgeschöpft werden. Dieses Potenzial für Solarenergie soll insbesondere durch Mieterstrom in den Städten genutzt werden. Genau hier setzt auch Polarstern an: Stand Mai 2021 versorgen wir bereits rund 250 Gebäude mit Wirklich Mieterstrom.

Hast du gewusst, dass wir uns bei Polarstern weltweit für den Ausbau erneuerbarer Energien einsetzen? Ganz konkret bringen wir zum Beispiel Solarstrom nach Madagaskar – gemeinsam mit unserem Partner Africa GreenTec. Warum? Weil die Energiewende nur global funktionieren kann. Ganz einfach.

>>> Mehr über das Projekt erfahren.

Kein Wunder, dass die Solarenergie weltweit auf dem Vormarsch ist. Die Vorteile der eigenen Stromerzeugung mit einer Photovoltaikanlage sind wirklich groß. Wir stellen sie dir hier vor.

 

1. Vorteil: Die Stromerzeugung wird immer günstiger.

Solarstrom wird immer günstiger. Das liegt zum einen daran, dass die Hardware in Form von PV-Anlagen und Speichern immer erschwinglicher wird. Zum anderen wird auch die Technik stetig besser, sodass neue Anlagen selbst unter schlechteren Wetterbedingungen immer mehr Strom produzieren. Das macht die eigene Solarstromerzeugung immer attraktiver.

 

Sinkende Modulpreise.

Die Preise für die Anlagentechnik sind in den letzten fünf Jahren um etwa 46 % gesunken. Damit amortisiert sich die Anlage schneller und der grüne Strom vom Dach wird günstiger.

Preise für PV-Anlagen und Speicher
Die Anschaffungskosten für PV-Anlagen und Speicher haben sich in 5 Jahren knapp halbiert.

Die EEG-Einspeisevergütung, die Solarenergie lange so rentabel gemacht hat, sinkt. Inzwischen liegt sie deutlich unter 8 Cent je Kilowattstunde für Anlagen auf klassischen Einfamilienhäusern. Und je später du eine Photovoltaikanlage installierst, umso weniger Geld pro Kilowattstunde bekommst du für den ins öffentliche Netz eingespeisten Strom. Ist das schlimm? Nein. Denn nun ist der Anreiz umso größer, den günstigen Solarstrom selbst zu nutzen. Und das unterstützt die Sektorenkopplung, sprich dass der Solarstrom auch zum Heizen und in der Mobilität genutzt wird – und so ebenso dort zum Klimaschutz beiträgt.

>>> Mehr zum Thema EEG-Einspeisevergütung.

Schon gewusst? Während du für den Strom aus der Steckdose etwa 30 Cent pro Kilowattstunde bezahlst, kostet dich Solarstrom vom Dach nur rund 11 Cent pro Kilowattstunde, bei Anlagen bis zu 10 kWp. (Stand Frühjahr 2021)

Übrigens: Auch attraktive Förderungen für Solaranlagen und Speicher machen die Investitionen einmal attraktiver.

>>> Mehr über die Förderungen für Photovoltaik und Speicher erfahren.

Steigender Wirkungsgrad.

PV-Module erzeugen inzwischen auch unter erschwerten Bedingungen immer mehr Strom, etwa bei bewölktem Himmel. In den 1980er Jahren lag die sogenannte Performance Ratio noch bei 50 bis 75 %. Inzwischen sind Werte zwischen 80 % und 90 % möglich. Tendenz steigend. Strom erzeugen auch bei Wind & Wetter? Klasse!

>>> Mehr über technische Entwicklungen auf dem PV-Markt erfahren.

 

Sinkende Speicherkosten.

Noch ein Vorteil: Auch Stromspeicher, die dir dabei helfen, möglichst viel Solarstrom zu nutzen, werden immer günstiger. Laut Urban Windelen, Geschäftsführer des BVES, sanken die Batteriezellpreise von etwa 150 bis 180 Euro pro Kilowattstunde auf rund 100 Euro pro Kilowattstunde. Gute Neuigkeiten also! Besonders, wenn du in deinem Haushalt große Verbraucher hast, lohnt sich ein Stromspeicher.

>>> So lohnt sich die Kombination von PV-Anlage & Stromspeicher.

 

Immer mehr Sonnentage.

Laut dem Deutschen Wetterdienst (DWD) nimmt die Anzahl der Sonnenstunden pro Jahr langfristig zu. 2020 übertraf sie den langjährigen Mittelwert um 20 %. Die Sonne schien mit 1.986 Stunden sogar so viel, dass es auf dem vierten Platz der sonnigsten Jahre seit 1951 liegt. Auch war 2020 das zweitwärmste Jahr seit Beginn flächendeckender Wetteraufzeichnungen im Jahr 1881.

Mehr Sonne bedeutet für Solaranlagen-Besitzer: Jede Menge kostengünstigen und selbsterzeugten Strom.

Entwicklung Sonnenstunden
Ein neuer Rekord: 2020 reiht sich in die sonnenreichsten Jahre seit Beginn der Aufzeichnungen ein.

 

2. Vorteil: Mit Photovoltaik stärkst du Klimaschutz und Energiewende mehrfach.

Dieser Vorteil betrifft nicht nur dich selbst: Mit einer Solaranlage leistest du einen aktiven Beitrag zur Energiewende und damit auch zum Klimaschutz.

Ein Beispiel: Eine Familie mit einem jährlichen Stromverbrauch von rund 4.000 Kilowattstunden kann mit PV-Anlage und Speicher rund 60 % ihrer benötigten Energie selbst erzeugen. Verglichen zu einem Haushalt mit Grundversorgungstarif spart sie so rund 650 Kilogramm CO2 pro Jahr.

Noch mehr ist es übrigens, wenn der Reststrom auch komplett aus erneuerbaren Quellen stammt, wie bei Wirklich Eigenstrom von Polarstern. Dann senkst du deine CO2-Emissionen für deine Stromversorgung nahezu auf null. Und über 20 Jahre (eine PV-Anlage hält mindestens so lange) sparst du viele Tonnen CO2. Hammer!

>>> Mehr über Wirklich Eigenstrom erfahren.

Klimafreundliche Energiegewinnung.

Experten sehen die Zukunft in einer Mischung aus zentralen und dezentralen Kraftwerken zur Energiegewinnung. Die eigene Stromproduktion durch die Haushalte ist also ein wichtiger Teil der Energiezukunft. Momentan deckt Solarenergie laut Bundesverband Solarwirtschaft etwa 10 % des deutschen Stromverbrauchs. Bis 2030 sollen es laut Bundesregierung 17 % sein.

>>> Woher unser Strom in Zukunft kommen soll.

 

Mit Stromspeichern die Energiewende doppelt unterstützen.

Mit einem Speicher nutzt du nicht nur vielmehr deines Solarstroms. Dein Speicher macht das Netz auch stabiler, weil du Nachfragespitzen glättest. Perspektivisch kannst du mit deinem Speicher auch zu viel erzeugten Strom aus dem öffentlichen Stromnetz aufnehmen und bei Strommangel im Netz, den Strom einspeisen.

 

CO2-Bepreisung – PV-Strom für Wärme und Mobilität nutzen.

Seit 2021 gilt die sogenannte CO2-Bepreisung. Sie macht beim Heizen und in der Mobilität die Nutzung fossiler Energien teurer.

>>> Wie teuer wird es? Das erfährst du hier.

Wenn du also den selbst mit deiner Solaranlage erzeugten Strom für deine Wärmepumpe oder dein Elektroauto nutzt, senkst du auch dort die CO2-Emissionen. Und das kommt dich immer günstiger verglichen zur Nutzung von Heizöl, Erdgas, Diesel und Benzin.

>>> Mehr darüber, wie du deinen Strom dreifach nutzen kannst.

 

3. Vorteil: Mehr Unabhängigkeit.

Do it yourself: Der Wunsch nach Autarkie und Unabhängigkeit wird bei vielen Menschen stärker. Weg vom Supermarkt-Gemüse und hin zum eigenen Garten. Weg von industrieller Kleidung und hin zum selbstgestrickten Pulli. Das gilt auch für die Energiegewinnung. Viele wollen ihre Energieversorgung selbst in die Hand nehmen und sich unabhängig von der öffentlichen Versorgung machen.

>>> Diese 7 Faktoren steigern deine Unabhängigkeit mit PV-Anlage.

 

Eigenverbrauch statt steigender Strompreise.

Früher lohnte sich eine Solaranlage vor allem aufgrund der EEG-Einspeisevergütung. Bei PV-Anlagen bis 10 kWp bekam man 2004 pro Kilowattstunde noch rund 57,4 Cent. Im Mai 2021 liegen die Vergütungssätze pro Kilowattstunde nur noch bei rund 8,09 Cent.

Doch keine Sorge: Mit der sinkenden EEG-Einspeisevergütung lohnt sich der Eigenverbrauch umso mehr. Und das ist ja auch irgendwie der Sinn der Sache, oder?

Zumal gleichzeitig die Stromgestehungskosten weiter sinken. Sie bezeichnen das Verhältnis aus Gesamtkosten und elektrischer Energiegewinnung, beides bezogen auf die wirtschaftliche Nutzungsdauer der PV-Anlage. Oder einfacher ausgedrückt: Wie teuer ist es, eine Kilowattstunde Solarstrom (kWh) zu erzeugen? Diese Stromgestehungskosten liegen bei Photovoltaikanlagen fürs Eigenheim bereits unter 10 Cent je Kilowattstunde.

 

 

Deinen Solarstrom selbst zu nutzen, rechnet sich.
Deinen Solarstrom selbst zu nutzen, rechnet sich.

Du machst dich durch Solarstrom auch weniger abhängig von steigenden Strompreisen. Stichwort: Strompreisbremse. Inzwischen kostet die Kilowattstunde auf dem öffentlichen Stromnetz knapp 30 Cent. Und die Preise steigen weiter.

>>> Warum sich Eigenverbrauch mehr denn je rechnet.

Smarte Lösungen in Kombination mit Solarenergie.

Ladestationen für Elektroautos und smarte Geräte erhöhen die PV-Stromausbeute. So kann über smarte Schnittstellen im Haus etwa eine smarte Waschmaschine erkennen, wann ausreichend Strom erzeugt wird und automatisch den Waschgang starten. Oder du schaltest selbst Geräte per App von unterwegs an – weil du siehst, dass gerade die Sonne scheint und jede Menge günstiger Strom zur Verfügung steht. Die Technik soll es dir am Ende einfacher machen, den Solarstrom voll und ganz zu nutzen.

>>> Mit smarten Geräten deinen PV-Strom optimal nutzen.

 

4. Vorteil: Wertsteigerung der Immobilie.

Die Solarstromerzeugung ist ein großes Thema für Eigenheimbesitzer:innen. Eine Solaranlage steigert schließlich den Wert der Immobilie. Einer Umfrage des Baufinanzierers Interhyp aus 2019 zufolge wünschen sich 48 % der Befragten Solaranlagen und Energiespar-Isolierungen.

 

 5. Vorteil: Stylischere PV-Module.

Vorbei sind die Tage, in denen man sich zweimal überlegen mussten, ob man wirklich so eine „hässlich Anlage“ auf seinem Dach will. Inzwischen sind Solarmodule nicht nur ein Symbol für erneuerbare Energie, Zukunft und Unabhängigkeit, sie werden auch immer stylischer.

Zum Beispiel sehen All-Black Solarmodule so aus, wie der Name vermuten lässt: schwarz und stylisch. Und Solarziegel wirken auf dem Dach besonders unauffällig.

Wenn dich also das Aussehen bisher davon abgehalten hat, auf Solarenergie zu setzen, findest du bei den neuen, schicken Solarzellen nun sicher eine Variante, die dir gefällt.

 

6. Vorteil: Auch Mieter profitieren von Solarstrom.

Nicht nur Eigenheimbesitzer, auch Mieter hegen immer öfter den Wunsch, PV-Strom vom Hausdach zu beziehen. Zum Glück ist das dank Mieterstrom-Lösungen immer öfter möglich.

Das Ende 2020 überarbeitete Gebäudeenergiegesetz (GEG) macht Mieterstrom inzwischen sogar noch rentabler. Kein Wunder, dass die Nachfrage steigt. Polarstern versorgt Stand Mitte 2021 sogar rund 250 Mehrparteiengebäude in Deutschland mit lokal erzeugter Energie.

 

Gründe für den Wunsch nach Mieterstrom.

Während auf dem Land immer mehr Solaranlagen vertreten sind, fehlen sie in Metropolen mit vielen Einwohner. Dabei ist auch für Mieter die eigene Solarstromerzeugung günstiger als der klassische Grundversorgungstarif. Sie können das selbst mit PV-Modulen auf Balkon und Terrasse angehen oder haben das Glück, dass ihr Immobilienbesitzer eine Photovoltaik-Anlage auf dem Dach installiert. Können die Bewohner diesen Strom nutzen, handelt es sich um ein Mieterstromangebot. Im Mittel liegen die Stromkosten der Bewohner dann mindestens 10 bis 15 % unter denen des Grundversorgungstarifs.

Mit Balkon-Modulen, also Stecker-Solargeräten, können Bewohner laut der Deutschen Gesellschaft für Sonnenenergie bis zu 10 % ihres Strombedarfs selbst erzeugen – was aber schon sehr optimistisch bewertet ist.

>>> So profitierst du als Mieter von der Energiewende in der Stadt.

 

So kannst du Mieterstrom in deinem Haus anstoßen.

Mieterstrom wird zwar noch nicht in jedem Haus angeboten, doch ein Gespräch mit dem Vermieter bezüglich der Vorteile (günstiger Strom, Wertsteigerung der Immobilie, Zukunftsorientierung) kann das ändern. Hier findest du spannende Infos für dich und deinen Vermieter:

>>> Mehr über Mieterstrom erfahren.

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